Du und der Tod

Albrecht

Mahlzeit, ich heiße Albrecht Hoffmann und bin zurzeit Jugendpfarrer der Ev.-Luth. Freikirche. Im „normalen“ Leben bin ich Pfarrer zweier Gemeinden unserer Kirche in Crimmitschau und Glauchau im schönen Sachsenland. Das Jahr 1979 gilt als mein Bau- und Auslieferungsjahr. Ich habe die Liebe meines Lebens gefunden und gebunden/geheiratet. Gott hat uns vier Kinder geschenkt. Mein Hobby ist eindeutig das Fußballfan-Sein.

2 Antworten

  1. Ben sagt:

    Also jetzt gerade im Alltag habe ich nicht viel mit dem Thema TOD zu tun, wenn ich mir jetzt nicht künstlich etwas ausdenken will.
    Aber vor nicht all zu langer Zeit sind manche aus meiner Verwandtschaft gestorben: Großmutter, Großvater, Tante.
    Und ein Cousin von mir – mit 26. War ein verrückter, lebenslustiger Typie.. dann hatte er einen Tumor im Hirn. Von Diagnose bis Tod war nicht einmal ein Jahr vergangen…

    An der Sache mit dem Cousin ist mir auch deutlich geworden: Jeden Menschen trennt nur ein Sekundenbruchteil von seinem Tod. Der Unterschied zwischen ihm und einem “gesunden” Menschen: Bei ihm war es mit Ansage eines “Verfallsdatums” – bei anderen gibt es keine Vorwarnung.

    Wie ich mit 1. umgehe?
    Naja, jeden Tag so leben, dass ich bereitet bin meinem Schöpfer zu begegnen.

    Wer sind wir, dass wir meinen unser Leben (oder Gesundheit) sei etwas, dass wir einklagen könnten. Es bleibt doch alles – nicht zuletzt unsere nackte Existenz – anvertrautes Gut!

  2. Benjamin Hugk sagt:

    Ich möchte mich neben meinem Freund und Namensvetter auch hier nocheinmal melden, weil die Frage wieder einmal dann kommt, wenn ich sie am meisten brauche. Hätte mich heute Gott gefordert, ich müsste deutlich versagen, wenn nicht sogar gestern um 12 Uhr (- wo ich gerade von allsontäglichem Ausflug 😉 zurück war) – was eigentlich sehr traurig ist.
    Ab und zu habe ich schon mit dem Gedanken vom Tod nachgedacht. Grund ist eine langanhaltendes “Stimm-versagen”, was mit einer Erkältung erst im Zusammenhang auftrat und seit dem sich – wie so vieles im hohen Alter – nicht so schnell wieder regeneriert. Deshalb überlegte ich, wie resistent der menschliche Körper im gehobenen Alter ist. (… – ist aber bei meiner Großmutter nach meinem Wissensstand noch nicht ganz so weit – für alle, die sie persönlich kennen. – Gott weiß das Datum, wie Ben oben erwähnte, jedoch ich nehme nur Vermutungen an.)
    Andererseits jetzt in meiner Ausbildung (in einem Sonderprojekt namens “Abenteuer Kultur”) habe ich jedoch teilweise trotzdem viel zu viel wieder mit dem Thema zu tun, aber was nun auf Dauer wieder das Gegenteil von innerer Berührung bewirkt. Zudem kommt es des öfteren vor, das einfach viel zu viele markabere Witze davon im Umlauf sind. Wir behandeln dort den Hunger in der Welt, der als Hauptproblem in dem Theaterstück vorkommt. Und es betrifft einen nicht direkt, denn wer von uns hat als “Stammbürger” in dieser Konsumgesellschaft (- Sorry, wenns sehr spitz herüber kommt) einen nahen Verwandten in den Problemregionen der Welt, wo gehungert wird? Ich glaub keiner.
    Und solang der Tod einen nicht in Familienkreisen berührt, kommt man auch nicht in die stark emotionale Phase, wo man um jeden einzelnen Menschen weint. Ich stell einfach mal in den Raum: “Dafür sind wir von Gott nicht geschaffen. Viel lieber sollen wir das Evangelium von Christus ausbreiten und uns an seinem Erlösungswerk freuen.”
    Nun ja, ich stelle gerade fest, dass ich seit einem halben Jahr schon wieder wahrscheinlich mein ganzes “Lebenskonzept” umgekehrt habe – beim letzten Jugendtreffen sprachen wir noch darüber, was uns am Leben lieb ist … und da gab es ja echt erschütternd starke Anregungen im Jugendtreffen. Ich glaub sowas in der Art habe ich wieder nötig – nur zu Schade, das bei mir diesmal das J.-treffen ausfallen muss, aufgrund meiner Arbeit. Freu mich aber auf gutes Feedback inhaltsmäßig, d.h. das die Teilnehmenden mir einiges berichten … und ich werde mal sehen, wie ich in Zukunft dieses Thema wieder so ernst, wie es ist wahrnehmen kann….

    In der Hoffnung, es habe sich keine Mißverständnisse eingeschlichen!
    (Rechtschreibfehler dürfen ja sein :) – denn dafür muss ich ja nicht haften 😛 )

    Benjamin

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