Wie kriegt dich der Teufel (rum)?

Manuel

Schönen guten Tag. Mein Name ist Manuel Drechsler, ich bin 31, groß, blond und glücklich verheiratet. Im Juni 2014 wurde ich zum Aushilfspastor und Jugendpastor der Evangelisch-Lutherischen Freikirche berufen. Seit 2015 bin ich der Hirte der Johannesgemeinde in Nerchau. "Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung." (2Kor 5,19)

4 Antworten

  1. Benjamin Hugk sagt:

    Ersteinmal ganz spannend! Da in dem Buch “Der ungezähmte Mann” von john Eldredge auch teilweise beschrieben wird, wie uns der Teufel herumbekommt. Für mich ist nur die Frage, wie das herumkriegen gemeint ist. In dem Buch von Eldredge ist damit die Verleitung zur Sünde gemeint, die aber entgültig doch wieder von Gott vergeben werden kann; mir scheints so, als wölltest du (Manuel) auf den Abfall vom Glauben hinaus! – Könnte ich da noch Rckmeldung erhalten? Bitte, bitte, bitte!

    Danke Benjamin

    • Manuel sagt:

      Ich würde mal sagen beides. Aber klar, letzten Endes ist der Teufel erst zufrieden und gibt Ruhe, wenn ein Mensch sich vollkommen vom Glauben an Jesus verabschiedet hat. Die “Verführung zum Sündigen” ist gewiss eine Methode die er benutzt. Solang einer allerdings noch glaubt und darum weiß, wohin er mit dem Dreck kommen kann, hat der Teufel nicht gewonnen. Darum sägt der Teufel mit den obigen Methoden genau da – am Glauben…

  2. Benjamin Hugk sagt:

    OK, was das herumkriegen bei Sünden angeht, habe ich meine Quelle schon genannt. Ich bin über meinen zukünftigen Schwager darauf gekommen, da er sich auch über diesen Teil im Eldredge-Buch seine Gedanken gemacht hat. John Eldredge schrieb, dass es besonders bei “Lieblingssünden” so ist, dass erst die Versuchung da ist, bzw. der Wegweiser auf die Sünde, und wenn man dort nachgibt, dann hat der Teufel das einfachste Spiel, was zum “Sündenfall” von einem jeden wird. Denn dann kommt man nicht mehr aus der Schlinge, wenn man mit einem Kompromiss einen Fuß schon hinein (in die Schlinge) gesetzt hat.
    Zum herumkriegen beim Glauben kann ich nicht viel sagen. Ich stand noch nicht so in der Situation, wo ich sagen könnte, dass die eigenen Sünden zu hoch, oder die Mitmenschen bzw. Gott zuviel gesündigt hat.
    1. Gott sündigt nich …, ja und er ist eigentlich meine Lösung in meinen Krisen… – weshalb ich mich eher von der Welt entferne, als vom Glauben.
    Ich denke, dass bei mir der Teufel nur die Chance hat, in dem er mich immer gemütlicher werde und kaum noch Andachten oder Bibel lese, oder überhaupt mal Bete. (an alle: Falls ihr nach Gebetsanliegen suchen solltet, dann dafür, dass ich genügend Zeit für die drei genannten Dinge finde.) Andere Versuchungen wuren von Jesus schon abgewendet, und ich danke Gott, dass er mich hat sowas noch nicht erfahren lassen. – wobei ich gerne mal an eine Grenze gebracht werden möchte, wo wirklich nur Gott als Erlöser für mich zwingend notwendig erscheint, d.h. ich mal mit Angst als hätte ich zuviel gesündigt vor Gott treten kann.
    Beispiele aus der Bibel: Was Versuchung angeht, ist immer des Meisters (Jesus) seine Versuchung zu nennen und auch Hiob wird in diesem Zusammenhang sehr oft erwähnt, da er ja sogar mit Gott haderte, als wäre er nicht sündlos.
    Einer, der glaubte, seine Sünden könnten nicht mehr vergeben werden war ja Judas.

    Ja und mich würde es tierisch stören, wenn der Teufel versucht mich herumzubekommen. Schon allein zum Verfall zu den Sünden.

    Ich hoffe, es habe sich nicht wieder zu viele Gedanken gekreuzt, so dass mein Text einen Sinn ergibt.

  3. Tobias sagt:

    Es geht doch nicht so sehr darum, wie und wie oft wir sündigen. Sondern es geht darum, wie wir mit unserer Schuld umgehen. Der Teufel greift vorallem dann an, wenn wir gesündigt haben. ERST macht er uns gleichgültig gegenüber unserer Sünde, dass wir immer weiter sündigen, und DANN lässt er sie uns so groß erscheinen, dass wir uns damit nicht vor Gott trauen und vor ihm weglaufen. Ich denke, so “funktioniert” der Teufel.
    Hilfreich könnten dabei die Psamlen von David sein. Er verfiel auch immer wieder der Sünde, hat sie aber nicht als Lapalie abgetan, sondern immer – auch durch die Hilfe andere – als tiefe Schuld bekannt und vor Gott abgeladen.

    Darüber hinaus frage ich mich manchmal, ob wir den Teufel wirklich für unsere einzelnen Sünden verantwortlich machen können. Ich denke, da muss sich jeder in erster Linie an die eigene Nase fassen. Für mich klingt es manchmal so entschuldigend zu sagen, der Teufel (die Schlang) hat mich verführt. Oder?

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