Lustige Mission?

Carsten

Hi, ich heiße Carsten, lebe in Leipzig mit meiner Frau und zwei Kids und bin nun seit kurzem Vikar.

16 Antworten

  1. Micha sagt:

    Nicht lustig… Und nicht wegen Jesus und so. Einfach nicht lustig. Regioalradios eben.

  2. Nichtlustig.de sagt:

    Also meinem namen mal ganz zu trotz, finde ich diesen podcast doch durchaus höchst amüsant.

    Kann ich irgendwie nur zustimme. Paulus freuts, meiner Meinung nach, genauso wie mich!

  3. LB sagt:

    Als ich fand’s eigentlich ganz okay. Ein, zwei Schmunzler drin, bei denen ich als Christ auch gerne mitschmunzle. Ist ja nicht als Andacht oder Predigt gedacht. Für einen kleinen Gedankenanstoß, wie Jesus unseren Alltag sieht (wobei mein Alltag nicht die Muckibude ist ;)), hat’s bei mir gereicht – und sicher auch bei anderen.

  4. michl sagt:

    Die große Frage ist ja: Wird Christus in dem kurzen Einspieler verkündet? Das ist ja der Punkt in der Bibelstelle, die Carsten angeführt hat. Damit alle wissen, was gemeint ist, hier noch mal die Bibelstelle: “Doch ob ihre Beweggründe nun ehrlich sind oder nicht: die Botschaft von Christus – auf welche Weise auch immer – wird verkündet, und darüber freue ich mich” (Phil 1,18).
    Da würde mich eure Meinung interessieren.

  5. Benjamin Hugk sagt:

    Ja, ähhhm! Kann michl nur unterstützen. Amüsant fande ichs jetzt nicht. Es sind zwar coole Metaphern gefunden worden wie z.B. Fitnesstempel, was das ja eigentlich sehr genau auf den Punkt bringt. Ich persönlich denke mir auch immer wieder, dass man auf die passive Weise Menschen missionieren kann. Aber wenn das dann amüsant gemacht wird, dann denke ich doch, ist das eher wie Hohn auf das Christentum und ich weiß nicht, ob es dann noch Leute erreicht. Und hier solche Sprüche wie “Ich hatte da mal was mit dem Kreuz …”, ob die wirklich das Dasein für Jesus begründen? – Nee ich glaube, damit geht das ganze in die falsche Richtung los.
    Ich will keinenfalls sagen ich könnte das besser und wenns um Mission geht bin ich genauso schlecht wie dieser Spot, oder was das auch immer ist. Hier müsste der Spaß beiseite geräumt werden und alles einfach mal ehrlich ohne Hintergrundlachen Jesu Wirken auf den Punkt gebracht werden.
    Ich hoffe ihr versteht wie ich das meine!
    Danke

  6. LB sagt:

    Auf michls Frage: Verkündet wird er nicht im Sinn von: Jesus als unseren Retter verkünden. Aber ich finde solche Radiobeiträge gut, um über Jesus ins Gespräch zu kommen – eben mit einem Augenzwinkern am Anfang, aber hoffentlich dann mit dem Schwenk zum “Da steckt viel mehr dahinter”.

  7. Andreas sagt:

    Leider gar nicht lustig… passt eher in die Kategorie von Leuten, vor denen die Bibel warnt, hier z.B.:

    “… vor allen Dingen müsst ihr wissen, dass in den letzten Tagen Spötter auftreten werden, die sich über die Wahrheit lustig machen, aber doch nur ihren selbstsüchtigen Wünschen folgen. Sie werden sagen: “Er hat doch versprochen wiederzukommen! Wo bleibt er denn…?” (2.Petrus 3)

    Und was bei Petrus dann kommt, ist auch gar nicht lustig. Leider…

  8. Carsten sagt:

    OK, wir halten fest: Christen sind tot ernst und lachen nie…:)

    Ist das ein Eindruck, den wir geben? Ist das gut? abstoßend und unattraktiv? Oder passen Humor und Kirche nicht zusammen?

    Wir sind uns, denke ich einig, dass wenn Jesus und seine Botschaft in den Dreck gezogen wird, dann ist das absolut nicht lustig und in jedem Fall falsch. Genau das, was Petrus (siehe oben) ankündigt.

    Aber: Passiert das in diesem Spot?

    Interessant finde ich, dass der Radiosender SAW bevor sie damit auf Sendung gingen, die Landeskriche darüber informiert hat.
    Auch interessant, dass die Landeskirche es gewissermaßen abgesegnet hat und gesagt hat: Es sei nichts Anstößiges an dem Format und es könne anregen, über die Person Jesus nachzudenken.

    Also? Was genau ist ganz genau abstoßend und spöttisch? Sind doch korrekte Fakten drin! Und Kritik am Verhalten der Menschen…

  9. DieDingsDa sagt:

    Hallo Leute,
    Also ich muss sagen, dass ich auch recht herzhaft gelacht habe UND dabei ein schlechtes Gewissen hatte. Zunächst.
    Aber wenn man sich den ersten Beitrag wirklich mal genau anhört kommt der Jesus erstmal nett rüber und die anderen Menschen mit denen er sich konfrontiert sieht kommen ein bisschen dumpfbackig daher. Aus christlicher Sicht macht der Jesus in dem Beitrag nichts, was man ihm vorhalten könnte. Die anderen Personen aber schon. Gerade in dem mit der Muckibude, da werden die ganz schön ausfallend und Jesus bleibt ganz entspannt.
    Andererseits ist der zweite Beitrag den Carsten gepostet hat ein bisschen schwieriger, weil Gott da erst behauptet er sieht gar nicht alles und weiß nur, dass man beim Zähneputzen nicht durch nen Tunnel fährt – nagut ja da versucht der Jesus ihn auch noch an zu lügen und am Schluss ändert Gott ganz spontan seine Meinung und lässt seinen Sohn doof aussehen. Den finde ich schon schwieriger. Da kann man bei dem ersten Beitrag vielleicht noch eher darüber nachdenken ob da Jesus verkündigt wird, oder nicht.
    Verkündigung von Jesus hatten die Leute von Radio SAW wahrscheinlich nicht im Sinn. Trotzdem muss ich sagen, dass ich mich immer freue, wenn sich Leute noch an Jesus abarbeiten. Das bedeutet, dass er als Thema noch nicht vom Tisch ist. Da wo man ihn noch erwähnenswert findet, da kann man noch einhaken und ein Gespräch anfangen.
    Und mal ehrlich: Der Witz an Jesus ist ja gerade, dass das einzige, was man ihm in den Beiträgen zum “Vorwurf” macht, dass er so ungeheuer nett ist… Irgendwie ist es doch toll, dass Leute die nicht an Verkündigung oder Gottes Wort interessiert sind das von Jesus wissen.

  10. Micha sagt:

    Die Frage von Carsten war doch die: Wird hier Jesus, wird hier das Evangelium, verkündigt. Das ist ja der Hintergrund, den Paulus bei seinen Worten vor Augen hat: Ich freue mich, wenn das Evangelium verkündet wird. Die Absicht, mit der es Menschen tun, tritt dabei für ihn ein Stück weit in den Hintergrund.

    “Die anderen hingegen verkünden Christus aus selbstsüchtigen Motiven. Sie meinen es nicht ehrlich, sondern hoffen, mir in meiner Gefangenschaft noch zusätzliche Schwierigkeiten zu bereiten.” (Philipper 1,17)

    Die Absicht der Macher von dieser Radiosendung ist auf jeden Fall nicht, das Evangelium zu verkündigen. Okay. Aber, und das finde ich in dem Zusammenhang viel wichtiger, sie verkündigen auch das Evangelium nicht. Und dass Jesus als netter Typ rüberkommt, wage ich auch mal zu bezweifeln. Auf mich wirkt diese Jesusfigur aus der Radiosendung eher dümmlich und weltfremd. Das hat aber nichts mit dem allmächtigen Gott zu tun.

  11. Benjamin Hugk sagt:

    Danke an die beiden, die vor mir geschrieben haben! Ihr habt dass so ein bisschen zum Punkt gebracht, was ich unverständlich oben geschrieben habe.
    Und wenns um die Verkündigung von Jesus geht, dann fande ich “Augenblick mal” bei Radio PSR besser. Ich habe das zwar nur einmal gehört und das als guten Radiospot zum nachdenken empfunden. Da wurde die Geschichte von Jokob zum stöbern empfolen, da es mit Verrat, Liebe … so wie heute zuläuft. Leider habe ich keinen Link gefunden, da sich die Seite von PSR ewig nicht ausmehrt.

  12. Carsten sagt:

    Noch ein paar Gedanken von mir.

    Zur Ausgangsfrage: Das Evangelium, die Botschaft von Jesus, wird hier nicht verkündigt. Nur weil Jesus drin vorkommt, ist das noch keine Verkündigung. Es geht nicht um Schuld und wie Jesus uns davon frei gemacht hat.

    Was die Absicht der Macher war, wissen wir nicht. Da sie im Vorfeld die Kirche kontaktiert haben, zeigt eigentlich, dass “Jesus in den Dreck ziehen” nicht ihre Absicht war. Egal.
    Was haben diese Beiträge gebracht? Es wird darüber geredet. Man kann daran anknüpfen. Man muss in einem 0815-Pausen-Smaltalk-Gespräch nicht krampfhaft versuchen, das Thema Jesus und Gott gekünstelt einzustreuen/zu pressen. Sondern hat gleich nen Aufhänger.
    Wenn Nicht-Christen sowas im Radio hören, kommt doch bei ihnen die Frage: Was sagen Christen dazu? Und wenn sie es lustig fanden (aus welchen Gründen auch immer) und uns dann fragen und wir setzen eine heilige, bittere Ernsthaft-Miene auf…Was macht das für nen Eindruck? Machen wir da nicht mehr kaputt und verbauen uns den Zugang?
    Es kann natürlich nicht dabei bleiben: “Ja ich fands auch lustig, so ein Spacko!” Wir haben dazu was andres und mehr zu sagen. Aber es kommt darauf an, wie und wann.

    Wenn festgestellt wird, dass in diesen Beiträgen nichts Antsößiges drin ist – was ich bei manchen bezweifeln würde – dann ist der Inhalt die eine Frage.
    Die andere Frage ist, was kommt bei dem Hörer an. Und ich denke, das bei vielen genau das angekommen ist, dass Jesus ein dümmliches Spacko-Söhnchen ist. Da wird dann also nicht gelacht, weil es lustige Dialoge und Wortstafetten sind, sondern aus Spott.

    Gut soviel von mir erstmal. Haltet nicht hinterm Berg, wenn ihr noch was dazu zu sagen habt. Dafür sind wir hier.:)

    • Micha sagt:

      Ich frage mal umgekehrt: Was machen wir für einen Eindruck, wenn wir es lustig finden – oder so tun als ob, was über Jesus in derartigen Beiträgen, dargestellt wird?

  13. DieDingsDa sagt:

    Wenn man den Leuten von SAW zu hört, dann merkt man, dass sie die Figur Jesus wunderlich finden – und zwar deshalb weil er weder agressiv noch ausfallend ist, im vergleich zu den anderen Personen in den Beiträgen. Ja gut, auch weil er manches eben nicht kennt und deshalb nicht genau weiß wie das geht oder was man in bestimmten Situationen macht.
    Die Witze in den Beiträgen beziehen sich auf zwei verschiedene Perspektiven auf die Figur: Die erste Perspektive ist die auf das was man so geläufigerweise über Jesus hört und wie er als “Mensch” wahrgenommen wird. Die zweite Perspektive ist die auf eine historische Person, die in anderen Zeiten aufgewachsen ist, und nun versucht sich in der heutigen Zeit zurecht zu finden (so eine Figur wäre alleine beliebig austauschbar). Weil wir Christen glauben, dass Jesus als wahrer Mensch und Gott allwissend ist, passt es nicht, dass er manche Situationen nicht einordnen und passend handeln kann. Außerdem glauben wir das Jesus sündlos ist und deshalb nicht lügen wird, erstrecht nicht Gott gegenüber.
    Hilfreich an so einem Beitrag ist, fernab von der Philipper Stelle, eher dass uns Christen etwas gezeigt wird: Wie sehen ungläubige Menschen Gott? Was wundert sie, was wissen sie, worüber ärgern sie sich? Man vergisst so leicht, wie das ist. Sie zeigen uns auch einen Spiegel, weil viele Menschen Christen auch so wahrnehmen: Weltfremd und dabei immer freundlich. Wenn wir uns verweigern uns sowas überhaupt anzuhören oder agressiver Ablehnung auftreten, kann man das als Verweigerung der Perspektive des anderen auffassen. Diese zu kennen ist aber wichtig, um zu verstehen, was den Gegenüber beschäftigt.
    Wenn man kritisch dabei bleibt und das schlechte Gewissen beim hören beachtet (und es ein bisschen genauer hinterfragt, woher es kommt und wohin es geht), dann kann man auch aus so einer Regionalsender-fünf-Minuten-Beitrags-Wasauchimmer-Sache etwas lernen, was beim missionieren hilft.
    Natürlich sollte in einem Gespräch über so einen Beitrag auch an geeigneter Stelle klar werden, dass Jesus der Bibel nach nicht wirklich dem Bild entspricht, was da gezeichnet wird, sondern viel mehr als das ist. Bei einer Sache bleibe ich auf jeden Fall: wenn die Leute über Jesus reden, dann spielt er für sie eine Rolle. Er ist ihnen nicht klar. Da können wir einhaken und mehr erzählen, von dem was das Evangelium wirklich ist.

    • Micha sagt:

      Die Frage “Wie sehen andere Menschen auf uns Christen?” ist ein interessanter Punkt, an den ich noch gar nicht gedacht habe. Aber was für eine neue Erkenntnis bringt uns das?

      Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist’s eine Gotteskraft. Denn es steht geschrieben (Jesaja 29,14): »Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.«
      Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben.

      Es ist die Erkenntnis, die schon Paulus vor über 2000 Jahren in der Bibel aufgeschrieben hat. Mit Klugen und Weisen sind hier übrigens nicht die Studierten oder Superschlauen gemeint, sondern all jene, die meinen sie sind schlauer als Gott und brauchen die Vergebung von Jesus nicht. Ihre Perspektive ist, dass Jesus eine Torheit – eine Dummheit, über die man sich lustig machen kann, ist. Das zeigen, meiner Meinung nach, auch die Radiospots ziemlich gut.

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