Homosexualität, Homophobie – wie gehst Du mit dem Thema um?

Albrecht

Mahlzeit, ich heiße Albrecht Hoffmann und bin zurzeit Jugendpfarrer der Ev.-Luth. Freikirche. Im „normalen“ Leben bin ich Pfarrer zweier Gemeinden unserer Kirche in Crimmitschau und Glauchau im schönen Sachsenland. Das Jahr 1979 gilt als mein Bau- und Auslieferungsjahr. Ich habe die Liebe meines Lebens gefunden und gebunden/geheiratet. Gott hat uns vier Kinder geschenkt. Mein Hobby ist eindeutig das Fußballfan-Sein.

18 Antworten

  1. Ikiaw sagt:

    Was ich bei dem Thema erstmal schwierig finde, ist, dass man eigentlich gar nichts mehr gegen Homosexualität sagen DARF in unserer jungen deutschen Gesellschaft. Wenn einem mal sowas “rausrutscht”, gehört man erstmal relativ schnell in die Ecke der Rechten, die ja auch so ihre Probleme mit Schwulen und Lesben haben. Hab ich zumindest mal persönlich so erlebt^^. Das Wort Homophobie, was dann verwendet wird, finde ich total bescheuert, weil wir bzw. ich haben/habe ja keine Angst vor den Homosexuellen. Soviel dazu. Ich finde, man sollte sich als Christ sinnvoll einbringen… auch wenn das ziemlich schwer ist. Wie gesagt, wenn man nicht gleich in irgendeine bestimmte Schublade gesteckt werden will, sagt man lieber zu allem Ja und Amen… aber das ist ja nicht nur bei Homosexualität so. Auch wenn man über Schöpfung und Evolution redet oder außereheliche sexuelle Beziehungen … also sinnvoll einbringen insofern, dass man die Homosexuellen nicht meidet oder ignoriert, sondern sie toleriert, im Sinne der christlichen Nächstenliebe. Es gibt ja auch quasi keine schlimmeren Sünden. Problem an der praktizierten Homosexualität ist nur, dass es wie viele Sünden eine fortlaufende und stete ist… Deswegen sollte man, wenn man die Möglichkeit bekommt, diejenigen Personen auf ihre Fehler hinweisen und vielleicht so ne kleine Tür zum Himmel aufmachen, wenn der- oder diejenige dafür zugänglich ist. Das ist so meine Theorie. Praktisch natürlich immer schwer ohne den Heiligen Geist :) Zum Diskussionsanstoß würde ich noch einwerfen, dass es – global gesehen – vielleicht doch nicht so egal ist, was Hitzlsperger so anstellt. Denn ich denke, dass jede homosexuelle Person des öffentlichen Lebens letztendlich nur die Gesellschaft “homophiler” machen will. Und das war ja auch Hitzes Hintergrund für das Coming-Out. Eine Gesellschaft, die Homosexualität immer mehr akzeptiert und lebt, bringt viele junge Leute auf die Idee, auch homosexuell zu werden. Und somit zieht diese Gesellschaft die jungen Leute zu sich und weg von Gott. Deswegen, wenn es nach mir geht, können die anderen schwulen Politiker und Fußballer und so das auch gerne für sich behalten.

    • Russi sagt:

      Ähhhh ja genau homosexuelle Menschen machen junge Teenager auch schwul oder lesbisch. Hmmm alles klar. Schon mal daran gedacht, das Menschen so geboren werden und das es keine bewusste vom Kopf gesteuerte Entscheidung ist!?! Wieso glauben so viele Menschen, das Homosexuelle, heterosexuelle Menschen ebenfalls homosexuell machen? Dann müsste das ja auch andersherum funktionieren…. aber weder das eine noch das andere ist gewünscht. Lasst doch die Leute schlafen mit wem sie wollen und lasst es doch die Leute auch gerne öffentlich sagen!!! Der Macho-Fussballwelt, tut so ein bisschen mehr Offenheit und Toleranz doch extrem gut!GOTT sei dank das sich endlich jemand traut und den Mund auf macht!

  2. Ikiaw sagt:

    Ich glaube nicht, dass Menschen homosexuell geboren werden. Alle werden heterosexuell geboren. Das hat Gott sich so ausgedacht und festgelegt. Er hat dem Adam die Eva geschaffen. Und nicht dem Adam den Peter. Homosexualität ist eigentlich nur ne Folge des Sündenfalls… die Tatsache, dass Leute denken, sie wären schwul oder lesbisch… ist ja eigentlich nur ne Idee unseres alten Menschen. Genauso wie z.B. Ehebruch, Mord, Diebstahl…. alles Sachen, die der alte Mensch oder der Teufel von uns will. Und natürlich bringen öffentliche Trends Leute dazu, Dinge “nachzumachen”. ist doch schon immer so gewesen. Und öffentliche Homosexualität ist ein ganz klarer Trend in Deutschland… oder Europa oder weltweit…Übrigens wäre es schon sinnvoll, wenn Heteros Homos zu Heteros machen würden. Das war der Punkt, den ich vorhin ansprach… “Gehet hin und macht zu Jüngern alle Völker und lehret sie halten ALLES, was ich euch befohlen habe!” Und Gott hat befohlen, dass der Mann zur Frau gehört und die Frau zum Mann. Was anderes will Gott nicht. Deswegen, wenn man mit Gott und der Bibel argumentiert… und das sollten wir auf totalunegal unbedingt tun… dann gibt es eigentlich keine zwei Antworten. haha.

  3. so_siehts_aus sagt:

    Ich halte das Wort “homophob” für Leute, die begründete Zweifel an der Richtigkeit einer bestimmten Lebensform anbringen, eigentlich auch für etwas übertrieben. Aber, wenn man einmal die Geschichte von der Zerstörung von Sodom und Gomorra liest (1Mose 19), dann sieht man auch, dass es nicht ganz unbegründet ist. Dort wird beschrieben (vorallem Vers 4-9), wozu auch Homosexuelle in der Lage sind, wenn sie eine große Zahl erreicht haben.
    Diese Stelle zeigt aber auch, dass Homosexualität keine neue trendige Erscheinung ist. Diese Diskussion hätte man auch vor tausenden von Jahren führen können. Und wir führen sie heute wieder. So richtig hat es sich also nie durchgesetzt.
    Was mich am meisten stört an der heutigen Situation, ist die starke Präsenz der Homosexuellen in den Medien, die wahrscheinlich in keinem Verhältnis zur Wirklichkeit steht.

  4. hinke1 sagt:

    Zu deinem Kommentar Ikiaw,Menschen sind Ja theoretisch von Geburt an Sünder.Klar ein Baby kann noch nich eigenständig handeln und denken,aber du weißt was ich meine.Und später wissen wir was schlecht und gut ist,und wir haben den Hang zum Schlechten.Deshalb kann Das schon sein dass die ich nenne es mal ganz ungalant Homosuünde,schonim Menschen drin ist.Muss aber nich.Es kann sich auch entwickeln,ich habe zum Beispiel auch gehört,dass es bei manchen Homosexuellen eine Folge eines Kindheitstrauma,zb Vergewaltigung ist.Identitätstörungen,oder sich als solche Person nicht angenommen fühlen.Aber ich denke auch dass man es mit Gottes Hilfe überwinden kann,Das hab ich auch von einigen Leuten gelesen,dass sie Homosexualität praktiziert hatten und es dann mit Gottes Hilfe überwinden konnten.Das ist Also nicht unmöglich.Was ich leider schade finde ist,dass selbst die Kirche es schon als normal annnimmt,Homosexuelle Pärchen lassen sich trauen,es wird selbst in der Kirche als Normal abgetanobwohl Gott in der Bibel Das genaue Gegenteil davon gesagt hat.Ich habe sogar schon von Beschlüssen in Badem Würtemberg gehört,die schon sagen dass10Jahrigen sexualkunde unter der Ideologie des regenboges an Schulen unterrichtet werden soll.Also denen wird gelehrt,dass man alles machen kann immer und wie auch immer…um es mal krass auszudrücken.Es stimmt,wenn man Heute was gagegen sagt wird man schief angeschaut,aber ich finde wir sollten es trotzdem sagen zu wem wir stehn,ganz nach Johannes 15,18-19 Wenn die Welt euch hasst (weil ihr zu mir gehört,)dann vergesst nich,dass sie mich vorher gehasst hat.und so weiter,schaut den ruhig selbst mal an.ich finde Das ziemlich ermutigend.und man soll einfach Gott höher achten als irgendwelche Menschen.Ja die Medien reden es denn Menschen ein,dassces normal ist,und dann denken sie dass auch so…in meinet klasse gibt es fast keinen der Das noch unnormal findet…eigentlich Schade.und Das die Promis Das in der öffentlichkeit bekannt geben,heißt nur,dass sie sich rechtfertigen wolken,für Das was sie sind und das falsche damit herunterspielen,weil Promis eh immer hoch angesehen sind,nehmen Das viele an…naja…ich finde wir Christen sollten zu Jesus stehen und zu seinem Wort,auch wenn wir uns damit Feinde machen

  5. QVC sagt:

    ich habe ein problem: ich kenne keinen schwulen und auch keine lesbe so richtig. also ein paar dem namen nach, aber ich habe mich noch nie länger als 1 satz mit einem homosexuellen unterhalten.
    jetzt kennt ihr mein problem und meine unfähigkeit irgendwas aus eigener erfahrung zum thema beizutragen. stattdessen hätte ich ein paar persönliche gefühle anzubieten: ich finde schwule, wie sie im fernsehen dargestellt werden nervig und anstrengend, lesben finde ich für mich als jungen wenig anziehend bis abschreckend (ich rede nicht von “porno-lesben” – so sind lesben nicht, habe ich mir sagen lassen). ist schwulsein deswegen schon falsch? wahrscheinlich nicht, ich bin nur qvc – steinigt mich.
    ich bin auch christ und glaube, dass das wenn gott in der bibel etwas sünde nennt, dann haben wir nicht das recht es zu streichen, weil es manchen heute nicht gefällt.
    es hängt also irgendwie von der frage ab, ob die bibel für mich über meinen gefühlen steht oder nicht. und bei den meisten würde ich erstmal davon ausgehen, dass sie nicht das maß aller dinge ist. dass mein komisches gefühl in bezug auf schwule sich zufällig halb mit gottes meinung deckt halte ich für zufall.
    die frage für mich als christ ist: mal angenommen die bibel hätte recht, wie bekomme ich meinen schwulen freund dazu, es zu glauben? ich glaube, der winzige battle in den kommentaren oben zeigt schon, dass das bestehen darauf, dass es einfach so ist (mit einer lsite an bibelstellen in der hand), einen keinen millimeter voran bringt sonder eher die fronten verhärtet. was denkt ihr?
    ich hatte ne idee (nicht erprobt!): wie wäre es, mit den eigenen sünden anzufangen, auch wenn das schwul-sein gerade nicht dazu gehört? also gott freut sich ja über meine sünden nicht unbedingt mehr als über die eines homosexuellen? wie komme ich damit klar? wie bin ich zu der überzeugung gelangt, dass das stimmt, was in der bibel steht, auch wenn mein bauch was anderes sagt?

    ich warte wie gesagt auf meinen ersten “feindkontakt”, aber vielleicht könnt ihr mir helfen, mich drauf vorzubereiten.

  6. Russi sagt:

    Ja krasse Kommentare muss ich sagen…ich glaube keiner von euch kennt einen homosexuellen Menschen. Ich habe eine Freundin die lesbisch ist und von ihr weiß ich auch das sie, sobald sie in die Pubertät gekommen ist Lust auf Frauen hatte und Männer sie nie angezogen haben. Das bestätigt meine Aussage, das man von Geburt an das eine oder das andere ist. Homosexuelle Menschen tun keinem weh sie tun euch doch nix! Dann lasst sie doch einfach in Ruhe. Sie lieben einfach einen anderen Menschen und machen ihn glücklich….Homosexuelle kommen doch auch nicht zu euch und sagen: hör auf Christ zu sein oder bitte werde homosexuell. Und zu dem Kommentar:”…da sieht man wozu Homosexuelle in der Lage sind…” ähhhhh werfen wir doch einmal kurz einen Blick z.B. nach Indien wo täglich Massenvergewaltigungen stattfinden DAZU sind offensichtlich Heteros fähig. Aber wie auch immer… die Liebe ist die Liebe ist die Liebe und eben keine Sünde

  7. Benjamin Hugk sagt:

    Ich muss zu QVC noch einen Gedanken hinzufügen: Es gibt da ein richtig gutes Lied, dass den Satz noch einmal betont: “ich bin auch christ und glaube, dass das wenn gott in der bibel etwas sünde nennt, dann haben wir nicht das recht es zu streichen, weil es manchen heute nicht gefällt.”
    Das Lied ist von Manfred Siebald und heißt “Ich glaub nicht, daß die Menge zählt”.

    Entschuldigung, ich möchte hier keine Rechte verletzen oder so, aber ich werde den Text mal hier unten einfügen (ich gebe auch noch meine quelle an):

    Ich glaub nicht, dass die Menge zählt Welcher falsche Ton wird richtig dadurch, dass ihn jeder pfeift? Und welcher saure Apfel wird süß dadurch, dass jeder nach ihm greift? Ich fürchte fast, dass es nicht wichtig ist, ob uns das passt, was bei Gott richtig ist, und ob mit uns noch viele andre lieber tun, was ihm missfällt. Ich glaube nicht, dass die Menge zählt. Welches schiefe Bild hängt gerade dadurch, dass es viele sehn? Welcher tote Weg führt weiter dadurch, dass ihn viele gehen? Ich fürchte fast … Wer hat denn gesagt, dass Unrecht kleiner wird durch Addition, und dass Gott uns wegen unsrer Solidarität verschont? Ich fürchte fast … M. Siebald

    Ich finde, dass Lied passt hier richtig gut! Und generell hält sich Manfred Siebald da gegen “Gesellschaftssünden”. – (Sorry für den Begriff! Aber ihr wisst, was gemeint ist.)

    Quellenanhang:
    http://www.gutefrage.net/frage/lied-von-manfred-siebald
    http://www.siebald.org/musik/

  8. Dany Sahne sagt:

    Ich würde mich nicht mehr als Christ bezeichnen, obwohl ich es wohl früher war und mich auch längere Zeit aktiv in die Gemeinde eingebracht habe. Das ist aber eine andere Geschichte und ich möchte nicht näher darauf eingehen, welche meine Gründe dafür waren und sind.
    Ja ich habe einen Freund, der homosexuell ist und finde es gut so wie es jetzt ist. Er hat es lange Zeit verheimlicht und wollte es selbst nicht war haben, dass er eben so ist wie er ist. So geht es vielen jungen Menschen, die Angst haben es sich selbst und den Anderen einzugestehen. Sie haben Angst vor Vorurteilen, welche es zu Haufen gibt, nicht akzeptiert zu werden wie sie sind und vor Ausgrenzung. Diese Angst ist denke ich durchaus (in Einzelfällen auch nicht) begründet. Ich denke diese Angst hat viele Gründe. Es gibt Menschen, die ihnen einreden sie wären nicht normal und Homosexualität wäre eine Krankheit, oder eben Sünde. Diese ständige Angst kann in ihren Leben viel kaputt machen und kann bis zum Suizid führen, weil sie denken, dass sie sich niemanden anvertrauen können und keinen Ausweg mehr sehen. Mein Freund hat schließlich den Schritt gewagt ein Coming out zu wagen (was schwer für ihn war) und es selbst für sich zu akzeptieren. Ich finde das war der einzig Richtige für ihn und er kann jetzt wesentlich befreiter leben. Ach ja er selbst ist auch Christ, das hätte ich beinahe vergessen zu erwähnen. Was ich sagen will ist, dass eine Verurteilung von Menschen nur wegen ihrer Homosexualität der verkehrte Weg ist und dass unsere Gesellschaft durchaus mehr darüber (sachlich und konstruktiv) diskutieren sollte und Out commings von berühmten Homosexuellen Menschen vielen anderen Menschen ihre Entscheidung erleichtern können. Nachfolgend möchte ich noch ein paar Sachen klarstellen: Homosexualität an sich ist keine Sünde! Wenn sich ein Mensch zu Personen des selben Geschlechts hingezogen fühlt ist das keine Sünde. Nach der Bibel ist die sexuellen Handlungen zwischen zweit Gleichgeschlechtlichen eine Sünde. Da sexuelle Handlungen ihren Platz in der Ehe haben (und nur dort) und zwei Homosexuelle (nach der Bibel- nicht meine Meinung) keine Ehe im biblichen Sinne eingehen können, sind die Handlungen verboten. Also würde ich jeden empfehlen, der einen Menschen verurteilt (wo man ja als Christ sowieso vorsichtig sein sollte) nur weil er Homosexuell ist und nicht weiß ob er diese auch praktisch auslebt seine Äußerungen zu mäßigen. Außerdem ist wissenschaftlich nicht geklärt warum in Populationen von Lebewesen ( ja auch bei anderen Tieren) Homosexualität auftritt. Es kann Veranlagung sein, aber könnte das soziale Umfeld auch eine Rolle dabei spielen- eine Sache ist aus meiner Sicht aber klar: Homosexualität ist keine Krankheit! Ich finde auch nicht, dass man versuchen sollte homosexuelle Menschen umzupolen, was z.B. in Amerika zurzeit sehr Populär ist. Die einzigen die davon profitieren sind jenen die solche Kurse anbieten und damit viel Geld machen. Der Grund warum dies aber trotzdem auf fruchtbaren Boden fällt ist meiner Meinung nach, weil ihnen eingeredet wird, dass sie nicht normal wären und dass sie sich deswegen ändern müssten.
    Das wären einpaar Gedanken dazu. Sorry, dass es so lang geworden ist. Setzt euch bitte kritisch damit auseinander. Danke!

  9. so_siehts_aus sagt:

    an Russi: Danke, dass du meine These, dass Homosexuelle nicht weniger gefärlich sind als Heterosexuelle, unterstützt. Das war eingentlich alles, was ich damit sagen wollte.

    Russi schrieb vorhin, dass man die Homosexuellen einfach in Ruhe lassen und sie miteinander glücklich sein lassen sollte. Das wäre sicher die die einfachste Lösung. Aber ich halte sie auch für die liebloseste.
    Grade als Christ trägt man eine Verntwortung seinen Mitmenschen gegenüber. Als Christ vertraut man darauf, dass Gott uns Menschen in seinem Wort ( der Bibel) sagt, was gut und schlecht, richtig und falsch ist. Und Gott sagt das nicht, weil er den großen Macker raushängenlassen will. Er hat den Menschen konstruiert und weiß, was ihm nutzt und was ihm schadet. Und wenn er Homosexualität als etwas bezeichnet, das dem Menschen und der Beziehung zu Gott schadet, dann wird er seine Gründe haben, auch wenn wir sie aus unserer beschränkten Sicht nicht gleich erkennen und verstehen.
    Und da mir als Christ eben auch die am Herzen liegen, die homosexuelle Empfindungen haben, seh ich es als meine Pflicht, auch sie – nicht weil ich sie hasse, sondern weil Jesus auch für sie am Kreuz sein Leben gelassen hat – darauf hinzuweisen, dass sie durch das Ausüben und Verharmlosen dieser Gefühle eine gefährliche Richtung einschlagen. Das gilt nicht nur für Homosexualität: Wenn jemand das Gefühl hat stehlen zu müssen, sollte man ihm sagen, dass es falsch ist. Wenn jemand das Gefühl hat außerhalb der Ehe Sex haben zu müssen, dann sollte man ihm sagen, dass es falsch ist. usw. Aber nicht aus Hochmut und Stolz, sondern aus Liebe, um den anderen zu retten. Mit solchen gefährlichen Gefühlen haben auch Christen zu kämpfen. Und oft scheitern sie. Aber sie heißen die Sache deshalb nicht gut, sondern sie wissen, dass ihnen auch ihr ständiges Scheitern vergeben wird, und deshalb kämpfen sie weiter.
    Das sieht jetzt vielleicht nach einer Wolf-im-Schafspelz-Nummer aus. Aber was soll ich sage…so sieht’s aus! Oder?

  10. Albrecht sagt:

    Vielen Dank an Euch alle, die Ihr bisher mitgeredet habt. Ich freue mich, dass es (bis jetzt) ohne Shitstorm und gegenseitiges Plattgemache läuft. Ich habe viele nachdenkenswerte Sachen bei fast jedem Kommentar gefunden. Ich hoffe, ich komme morgen dazu, mal meine Gedanken auszubreiten. Bitte weitermachen. Und nein, hier geht es nicht um die Auflistung von Bibelstellen, sondern um den Austausch übers Thema: Wie gehe ich als Christ mit dem Thema um? Ihr macht das gut. Ich melde mich. Vielleicht bis dahin: Der Satz “Liebe kann niemals Sünde sein – deswegen darf auch keiner etwas dagegen sagen.” (sinngemäß) geht mir nicht aus dem Kopf. Echt nicht?

  11. Russi sagt:

    Nee meiner Meinung nach nicht… wenn doch beide Menschen also Mann Mann oder Frau Frau oder Mann Frau die Beziehung wollen und beide dadurch glücklich sind…wieso ist es dann falsch? Versteh ich nicht(jaaaaaaaaaa ich weiß in der Bibel steht aber…) aber hinterfragt ihr denn nix was da steht? Wieso sollte Gott etwas gegen zwei glückliche Menschen haben? Hat er nicht andere Probleme um die es sich zu kümmern lohnt????!!??Seid doch nicht so fremdgesteuert am Ende wurde die Bibel auch nur von einem Menschen aufgeschrieben und übersetzt. Aber gut vielleicht ist das ein anderes Diskussionsthema. Jedenfalls sollte Gott doch froh darüber sein das Menschen, mit wem auch immer, Liebe machen und kein Krieg oder Hass oder Missbrauch usw. Das ist doch eine Sorge weniger…

  12. Hubert sagt:

    Ich hatte wirklich lange überlegt, ob ich etwas zu diesem Thema schreiben soll, das doch so klar von Gott geregelt ist. Wenn man dann aber sieht, dass es doch auch hier noch viele zu geben scheint, die das nicht sehen, merkt man immer wieder wie wichtig es gerade für die Kirche ist, auch in für die Welt unbequemen Dingen allein Gottes Wort gelten zu lassen. Natürlich reichen dafür nicht nur Bibelstellen, die man auslegen und erklären muss. Jede Disskussion wird aber torpediert, wenn man sich (s.o.) einfach über die Bibel hinwegsetzt. Dies zeugt leider nicht von Liebe, sondern von Gleichgültigkeit. Wenn es wirklich Liebe wäre, die auch leider viele kirchliche Gemeinschaften dazu bewegt, der Welt nachzureden und Sündern ihre Sünde nicht mehr vorzuhalten, sondern sie ins Verderben laufen zu lassen, so hat diese Liebe mit der in der Schrift beschriebenen nicht viel zu tun. Man kann aber nur für Homosexualität reden, wenn man die Bibel nur dann ernst nimmt, wenn und wo man das selbst will- dann kann man sie eigentlich auch im Regal stehen lassen! Für die Kirche und letztlich für jeden Christen gilt: Jede Angleichung an die Normen der Welt führt zum Verlust der christl. Botschaft und letztlich zum Verfall, wie man das bei den Landeskirchen und Evangelikalen sieht. Es geht hierbe nicht um Fragen, die das Leben des Einzelnen betreffen, sondern um das eigentliche, wirkliche Christentum,. Das steht und fällt nicht mit der Meinung der Gesellschaft und soll sich erst recht nicht daran messen lassen. Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? Es geht doch gerade nicht darum, das Christentum zu dem herunterzureden, was die Leute hören wollen. Also nun zu der eigentlichen Frage: Ich selbst hatte in vielerlei Hinsicht Kontakt zu Schwulen und Lesben. Auch und gerade im persönlichen Gespräch habe ich immer wieder in aller Geduld und auch mit vielerlei Gegenwind die Position der Bibel erklärt, und dass ich dies als Gottes Wille für mich für vebindlich halte; nicht etwa um besser dazustehen oder mit dem Finger auf andere zu zeigen, sondern weil Gott uns Christen zum Zeugnis auffordert. Vielen Menschen ist das unbequem und ich kann mir auch sicher Schöneres vorstellen, als immer wieder gegen den Zeitgeist mit seinen angeblich so toleranten Gleichgütigkeitsfloskeln zu reden! Aber leider ist das nötig, damit das Wort unseres HErrn auch außerhalb der Gemeinde zu hören ist. Nur so kann es gelingen, Menschen, die in ihren Sünden gefangen sind zum Heil zu führen.

  13. admin sagt:

    Ich möchte mich meinem Vorredner ein Stück weit anschließen. Gott sagt in seinem Wort ganz klar, dass gelebte Homosexualität Sünde ist. Aber! Gelebte Homosexualität ist nicht schlimmer als jede andere Sünde dieser Welt.

    Meiner Meinung nach dürfen wir uns nicht hinstellen und mit dem Finger auf andere zeigen. Zuerst müssen wir immer selbst den Spiegel vorhalten. Ich erinnere an die Geschichte der Ehebrecherin (Johannes 8,1-11). Nach Gottes Wort eine genauso schlimme Sünde wie jede andere. Was sagt Jesus zu denjenigen, die die Frau steinigen wollen?

    „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.“

    Wer ist von uns Heterosexuellen ohne Sünde? Ich denke jeder von uns weiß (hoffentlich) genau, was seine persönliche Lieblingssünde ist. Gott sieht diese genauso streng, wie Sünden die sich um das Thema Sexualität drehen. Wenn wir mit Homosexuellen reden, dann sollte das immer im Hinterkopf behalten. Was bringt es, mit dem Finger auf eine bestimmte Sünde zu zeigen? Wir alle – jeder, der hier einen Kommentar geschrieben hat, jeder Mensch der auf dieser Erde rumläuft – und wenn er Paulus, Abraham oder Johannes geheißen hat – war von Grund auf verdorben.

    Für sie und uns alle ist Jesus auf diese Erde gekommen. Wo ich ein Sünder bin, da ist Jesus ein Gerechter. Wo ich Gottes Gebote nicht erfülle und immer wieder daran scheitere, da hat er an meiner Stelle Gottes Willen vollkommen erfüllt. Er macht mich frei von aller Sünde.

    Zurück zum Thema Homosexualität. Es gibt Sünden, die werden wir auch Christen ihr ganzes Leben hindurch nicht los. Bei dem einen ist es die Gier nach Besitz. Bei einem anderen der Drang zu lügen und sich in einem besseren Licht darzustellen. Bei einem anderen ist es die Homosexualität. Der Unterschied bei Christen ist nur der eine: Ihnen tut ihre Sünde Leid. Sie legen sie Jesus vor die Füße in dem Vertrauen, er hat für meine Schuld bezahlt. Vollständig. Sünde ist nun Nicht-Sünde. Ich habe Jesus angezogen. Darum kann Gott keine Schuld mehr an mir finden. Wenn er mich ansieht, dann sieht er nur noch seinen Sohn. Bei ihm kann er nicht einen Fehler finden.

    Und natürlich arbeitet Gott an uns. Er verändert unser Herz. Der neue Mensch in uns, unser neues Herz will gern das tun, was Gott will. Und trotzdem werden wir immer wieder angefochten – die Sünde zieht uns an. Der alte Mensch in uns liebt die Sünde. Deswegen sagt Paulus ja:

    Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht. Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.

    Das gilt auch für Homosexuelle. Wir sollten sie also nicht verurteilen. Wir sollten nicht die Steine aufheben. Denn keiner von uns steckt in einer anderen oder besseren Lage. Barmherzigkeit und Liebe sollte unsere Gedanken und Taten prägen, wenn wir Sündern – egal welcher Art – begegnen.

  14. Albrecht sagt:

    Jetzt komme ich endlich auch mal dazu, ein paar meiner Gedanken abschließend (?) „zu Papier“ zu bringen.

    Ich hatte letztens gefragt: Kann Liebe unter Umständen trotzdem Sünde sein? Ich bin fest davon überzeugt, dass dem so ist. Ein Beispiel: Ich bin verheiratet. Meine Frau und ich haben uns also vor Gott und Welt Treue bis in den Tod geschworen. Wenn ich mich merke, wie ich mich langsam aber sicher auf einmal in eine andere Frau verlieben würde, kann ich mich nicht damit entschuldigen, dass Liebe doch niemals Sünde sein kann. Vielmehr würde ich daran arbeiten müssen, dass ich das Treueversprechen, das ich meiner Frau gegeben habe, nicht breche – weder in Gedanken, erst recht nicht in Taten. Und ja, schon die Gedanken werden von Christus klipp und klar als Sünde gekennzeichnet (Mt 5,28). Nicht erst gelebter Ehebruch, sondern schon die Absicht oder das Vorstellen davon ist gegen Gottes Willen. So ist es bei allen anderen Sünden auch. Die Bibel nennt deswegen andere Beispiele wie Hassgedanken, Eifersucht, Geiz, … Dasselbe trifft auch auf Homosexualität zu. In der Bibel sagt Gott klar, wie er dazu steht. In Röm 1,24-28 (um nur ein Beispiel zu nennen) ist klar gesagt: So hat es Gott nicht geplant. Er lehnt Homosexualität ab – genauso wie Neid, Geiz, Mord, Ehebruch… Selbst die Theologen, die Homosexualität als vertretbar verteidigen, gestehen ein, dass sich in der Bibel nicht ein positives Wort dazu findet, sondern das Gegenteil der Fall ist.

    Die Hauptfrage ist also die – und so kam es ja auch schon bei anderen zur Sprache: Akzeptiere ich diese biblische Wahrheit oder erkläre ich sie für nicht mehr bindend. Als Christ will ich ersteres tun. Das heißt nicht, dass ich Gottes Willen damit vollkommen halten kann – weit gefehlt, auf keinem Gebiet! Aber wenn ich Sünde in meinem Leben erkenne – ob nun in Gedanken oder Wort, dann will ich umkehren, suche Vergebung und bitte um Kraft, die Sünde aufzugeben. Oder um Kraft, dagegen anzukämpfen. Das Gegenteil davon wäre, Sünde zu entschuldigen, egal mit welchen schön klingenden Begründungen.

    Meine Startfrage war: Wie gehe ich mit dem ganzen Thema um, das in unserer Gesellschaft Wellen schlägt? Da kann ich nur ermuntern zu dem, was auch einige der Vor-Schreiber schon ausgeführt haben: Ich will zu dem stehen, was Gott sagt. Dazu gehört auch, das Sünde zu nennen, was Gott Sünde nennt.

    Aber wir sollten uns davor hüten, auf die, die anderer Meinung sind, herab zu schauen. Wenn ich in die Bibel schaue, bekomme ich klar gesagt, dass ich als elendiger Sünder keinen Deut besser bin als ein anderer Sünder. Darum stört es mich, wenn beim Thema Homosexualität der Eindruck entsteht, als würden Christen über „die anderen“, die „Bösen“ reden. Ich habe selbst Freunde und Bekannte, die homosexuell sind. Muss ich da auf einmal die Freundschaft abbrechen und wegrennen? Keineswegs. Wir haben geredet. Sie wissen, dass ich das glaube, was die Bibel zum Thema sagt und ich es deswegen für falsch halte, was sie tun/vertreten. Sie akzeptieren es. Wir sind Freunde.

    Andererseits weiß ich, dass ich die Welt nicht mit der Bibel umgestalten kann. Ich weiß, dass ich jemandem, der die Bibel als Grundlage fürs eigene Handeln und Leben ablehnt, zwar biblische Argumente sagen soll und kann – er sie aber nicht als maßgebend ansehen wird. Das kann ich akzeptieren. Ich kann und soll niemandem eine Lebensweise aufzwingen, die er/sie nicht will.
    Aber wenn ich gefragt werde, wie ich zum Thema stehe, will und werde ich das sagen, von dem ich glaube, dass es die Bibel so sagt.

    So möchte ich, dass akzeptiert wird, dass ich mich in meinem Gewissen an Gottes Wort gebunden weiß. Trotzdem kann man gut miteinander auskommen. Ich muss auch nicht meinen Lieblingsverein wechseln, bloß weil da ein Spieler offen zu seiner Homosexualität steht.

    Ich ärgere mich, wenn die „Homophobie“-Keule geschwungen wird, sobald man bekennt: „Ich glaube, dass das gegen Gottes Willen ist.“ Homophobie gehört laut Definition zu „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ wie Rassismus oder Sexismus. In die Ecke muss ich mich nicht stellen lassen.

    Mich stört aber auch, wenn Christen halbseidene Argumente nutzen, um zu „beweisen“, dass Homosexualität falsch ist. Einige davon klangen hier auch an und sind berechtigterweise hinterfragt worden. Gewalttaten anzuführen, die von Homosexuellen verbrochen wurden, bringt nix und kann leicht mit Gegenargumenten belegt werden. Ob gleichgeschlechtliche Neigungen nun vor allem angeboren oder anerzogen wurden, darüber streiten sich die Wissenschaftler nach wie vor. Ist auch erst mal wurscht. Das einzige christliche Argument, das zieht ist: Gott sagt etwas dagegen. Punkt. So, wie er auch etwas gegen andere Sünden sagt, die angeboren sind (s.o.). Punkt.

    Noch etwas: Als Christ bin ich auch gegen die Diskriminierung von Homosexuellen. Genauso, wie ich dagegen bin, wenn Menschen, die einer anderen Religion als ich angehören, verfolgt werden. Trotzdem heißt das nicht, dass ich z.B. sagen muss: „Alle Religionen sind gleich.“ Warum nicht? Weil es – genau, Ihr ahnt es – die Bibel nun mal anders sagt. Beim Rassismus. Diskriminiere ich andere, wenn ich meinen biblischen Standpunkt vertrete? Nein.

    Man könnte noch so viel schreiben. Ich mach hier Schluss. Danke nochmal allen, die in fairer Weise hier mitgeschrieben und diskutiert haben. Ohne den, der etwas anderes schreibt, gleich als dämlich, ungebildet oder verblendet hinzustellen. So sollte es immer sein, das macht vieles einfacher.

  15. Ben sagt:

    Mmh… spannendes Thema… habe auch noch so mein Gedanken dazu…

    Wenn ihr mich fragt: Lass die Leute machen was die wollen. Mir tut es nicht weh – ich kann sie verstehen. Auch in mir gibt es etwas das sagt: Hauptsache jetzt ne geile Zeit!
    Aber ich finde gut, wie Du es, Albi gezeigt hast: Fragen Leute danach, was Gott von Homosexualität hält, erfahren sie aus der Bibel: ER hat dazu nur klares Nein!

    [Zu der Frage, ob Homosexualität angeboren sein kann, bin ich mal über eine Aussage von John Brug gestoßen, die ich hilfreich fand. Sie geht in etwa so:
    „Durch den Sündenfall hat sich vieles geändert – sicher auch im Bereich der Gene. Es kann sein, dass dadurch auch so etwas wie ein Schwulen-Gen entstanden ist – eben weil es seit dem Fall das absolut Gute in der Welt nicht mehr gibt. Wie seit dem auch nicht mehr in der Natur des Menschen liegt, bis in die Gedanken hinein treu oder ohne Egoismus zu sein.“]

    An das in uns, was meint besser als andere zu sein: Wir sitzen wir alle auf der gleichen Bank! Auf der, die voller Leute ist, die nur durch Jesus vor Gott bestehen können.
    Jesus hat doch gesagt, dass er für die Kranken gekommen ist. Genau für die, die es nicht gebacken bekommen, den göttlichen Willen zu erfüllen [Homos wie Hetros]. (Schaut bei Lukas 5,31+32 nach!). Durch ihn werden wir frei von Schuld – nicht dadurch, dass wir die ein oder andere Sünde meinen nicht getan zu haben.

    Ich möchte das mal so formulieren:
    Eigentlich ist nicht die Frage: „Ist mein Gegenüber homosexuell oder nicht?“
    Sondern die Frage ist: WEIß MEIN GEGENÜBER VON JESUS ALS DEM, DER AUCH IHN FREI GEMACHT HAT? Frei von seiner Schuld, die ihn von Gott trennt und frei von seinem „ich weiß genau was gut für mich ist“.
    Ohne Jesus nämlich wird jeder – ganz gleicher welche sexuelle Vorliebe er hat – oder was auch immer – ewig den Wunsch „erfüllt bekommen“ der schon hier Tun und Handeln bestimmt:
    Ein „Leben“ ohne Gott, ohne sein „Reinreden“ und ohne klare Ansagen.
    Aber will ich Gott nicht, werde ich auch auf all das Gute verzichten müssen, was von ihm kommt: Licht, Leben, Liebe (auch die Sexualität), Wärme, Hoffnung, Geborgenheit, … .

    Was dann bleibt, liegt auf der Hand: Die buchstäbliche Hölle…

  16. DieDingsDa sagt:

    Hallo Leute,
    Vielleicht ist das Thema schon durch, aber einen Hammer habe ich noch:
    Was mich seit einiger Zeit beschäftigt, klang auch so ein bisschen in der Disskussion an, ist die Frage: Wenn es einen bibeltreuen Christen gibt, der so aufgewachsen ist und immer geglaubt hat was Gott ihm durch sein Wort sagt, auch in Punkto Homosexualität und dieser Christ (nehmen wir mal an er sein ein Mann) merkt das es schwierig ist eine Frau zu finden, weil er sich einfach nicht verlieben kann und keine Zuneigung für Frauen im Allgemeinen empfindet. Stattdessen merkt dieser Mensch, dass er sich zu Männern mehr als freundschaftlich hingezogen fühlt. Damit hätte er ein echt schwieriges Problem, dass eine wirklich große Anfechtung für ihn sein könnte. In so einem Fall wäre es dringend nötig mit jemandem zu sprechen, der im Glauben mit ihm einig ist. ABER: Ich fürchte das dieser Mensch Angst haben könnte sich mit seinem Problem an einen Mitchristen (der sich im gleichen bibeltreuen Umfeld befindet) zu wenden. Wie seht ihr das?
    Die andere Sache ist die, dass ich mich schon oft gefragt habe: Man sagt sich dann, dass man diese Sexualität ja nicht ausleben muss. Sicher wird es für einen homosexuellen, wie einen heterosexuellen Menschen (der nicht verheiratet ist) gleichermaßen schwierig oder leicht (je nach Typ) sein auf Sexualität ganz zu verzichten. Aber zu einer Ehe gehört ja auch mehr als Sexualität. Viele Menschen wünschen sich Nähe und Geborgenheit, einen Menschen mit dem man sein Leben teilen kann. Den freundschaftlichen Teil der Ehe, das Vertrauen und sich aufeinander Verlassen können, den kann ja auch ein homosexueller Mensch in einer Freundschaft erleben. Ich habe mich gefragt, ob eine Freundschaft das Bedürfniss ersatzweise erfüllen kann? Oder ob man Ende da “nur” den Ausweg hat ordentlich zu Trauern und von dem Wunsch den man hat Abstand zu nehmen und sich mit der Freude auf den Himmel zu trösten. (Wenn man jetzt mal die THeorie mit der Umpolerei über den Haufen wirft – wovon man ja als Hete nur wie der Blinde von der Farbe spricht)
    Natürlich bekommt nicht jeder was er möchte und auch nicht jeder der heiraten will, wird das eines Tages auch tun. Auch mit einem solchen, für manchen, wirklich großen Problem muss mancher sich abfinden. Während das Unglück der heterosexuellen Ehelosen sich leicht mit Mitchristen besprechen lässt – jeder versteht das sofort – ist es für homosexuelle Christen da sicher schwerer. Obwohl der Wunsch nach Zuneigung und Geborgenheit eines homosexuellen Christen der gleiche ist, nur nicht bibelkonform lösbar, fürchte ich, dass sich ein homosexueller Christ, der einen wirklich schweren Kampf mit seinem Glauben vor sich hat, vielleicht auch selten jemandem anvertrauen wird, der diesen Zwiespalt verstehen kann. Mein Apell hier lautet also eigentlich: Wen ein Mitchrist homosexuell sein sollte und dadurch in Anfechtung fällt, sollte er wissen, dass er sich jederzeit an seine Glaubensgeschwister wenden kann, dass sie seinen Kummer ernst nehmen und für ihn da sind.

    Ich bitte um Verzeihung der Länge des Beitrags wegen.

  17. Manuel sagt:

    SEHR gutes Video zum Thema SÜNDE: https://www.youtube.com/watch?v=cAp48KOSuJA. Leider nur in Englisch, aber trotzdem sehr gut für alle, die sich klare und biblische Durchssicht wünschen – auch und vielleicht gerade bzgl. unserem Thema hier. Anschauen! :)

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