Was glaubst du?

Michl

Tagchen, ich heiße Michael Müller und bin Pastor in Hartenstein im wunderschönen Erzgebirge. Neben meiner aufregenden und abwechslungsreichen Arbeit hat Gott mir eine liebe Frau und uns Beiden zwei Töchter geschenkt (derzeit 2 und 0 Jahre alt).

8 Antworten

  1. Konrad sagt:

    Halli Hallo hier ist der Konrad. Ich habe nun mal diesen Credomat ausprobiert und bin mir nicht so ganz sicher was ich davon halten soll. Im großen und Ganzen denke ich das die Fragen ganz gut sind auch wenn sie sich oft wiederholen und man aber eigentlich nicht auf die Antwort warten muss, denn die Fragen regen schon zum Denken an. Ich denke sein eigenes Credo was man denke ich auch mit Glaubensbekenntnis übersetzten kann ist etwas was sich das ganze Leben entwickelt. Viele von den Lesern dieses Blogs beten bestimmt öfter im Jahr das Glaubensbekenntnis in der Kirche mit. Ich glaube das ist eine Gute Sache und Richtlinie aber jeder einzelne Christ ist viel komplexer als das. Um das mal bildlich zu umschreiben: Ich weiß nicht wie viele von euch das Buch Eragon gelesen haben. Dort hat jedes Lebewesen einen sogenannten “Waren Namen” der genau das beschreibt wer oder was du bist. Dieser Name verlängert sich immer mehr mit den Erfahrungen, die die Lebewesen in diesem Buch machen. Ich denke so ist es ein bisschen mit dem “Credo”. Ich glaube das ist etwas worüber man sich viel öfter Gedanken machen sollte und vor allem etwas wonach man viel öfter handeln sollte. Danke für die schöne Anregung J-Team. Würde mich über antworten freuen.

  2. Benjamin Hugk sagt:

    ALSO, bei mir sagt der Credomat eigentlich völligen Quatsch an bis auf das ich an einen Gott glaube und die Gemeinschaft liebe. Ansonsten ging der Versuch gegen den Bau. 😀 (Eigentlich mache ich ja solche wahrsagerischen Dinge nicht mit! :) )

  3. Melanie sagt:

    Mir gefällt der Hinweis auf den Fantasy-Roman Eragon ^° mal abgesehen von den vielen kreativen Auswüchsen Paolini’s Fantasie hat der nämlich einen seeehrsinnigen Lebensbezug wie ich finde.
    Aber mal zum Thema: Der Cred-O-Mat hat bei mir folgendes ausgespuckt:
    >> Du glaubst an …
    … Gott
    Gott ist in Deinem Leben der Held. Er gibt Dir Kraft, wenn es Dir schlecht geht, an ihn wendest Du Dich mit Deinen Fragen. Und – Du richtest auch einen Teil Deines Lebens nach ihm aus. Aber wie genau stellst Du ihn Dir vor? Das können wir mit diesem Test nicht erfassen, das musst Du uns selbst verraten. <<

    Naaa toll, dazu hätte er wahrscheinlich auch einfach nur die letzte Frage stellen können, wo man angeben muss zu welcher Religion man gehört ^^ So zum Nachdenken über die eigene Lebensphilosophie sind die Fragen aber ganz gut.
    Ich finde, das Glaubensbekenntnis der ELFK ist schon ganz gut, weil es relativ kurz alle Schwerpunkte unseres Glaubens zusammenfasst.
    Schwieriger finde ich die Frage, wie ich mir Gott vorstelle bzw. an "welchen" Gott ich glaube. An den liebenden, barmherzigen Vater? Oder an einen Gott, der auch zornig sein und mal richtig auf den Tisch haun kann? An einen Gott, der auch mal straft und vor dem man Angst haben muss/ soll?
    Find ich echt schwierig. Auf der einen seite bin ich davon überzeugt, das Gottes Liebe größer ist als sein Zorn. Aber spätestens am jüngsten Tag muss er eine ziemlich schwere Entscheidung treffen, wenn er die meisten Menschen der ewigen Hölle überlassen muss… und spätestens dann ist seine Gerechtigkeit ja dann größer als die Liebe, oder? Und auch in der Bibel gibts ja ein paar Stellen, wo Gott nicht ganz so barmherzig handelt wie man das von einem "lieben Gott" erwartet- als er Lots Frau zur Salzsäule erstarren lässt weil sie auf ihre zugrunde gehende Heimatstadt zurückblickt zum Beispiel… :'(

  4. Lorenz sagt:

    Hi Melanie!
    Was du im letzten Teil geschrieben hast, hat glaube ich stark damit zu tun wie Gott ist, das heißt, welcher Natur er ist. Ich finde das ein total spannendes Thema, denn es wird wohl kein Mensch damit fertig werden in diesem Leben, Gott zu verstehen.
    Worauf ich in dem Fall hinaus will ist, dass Gottes Liebe nicht im Widerspruch zu seiner unbedingten Gerechtigkeit steht. Unsere Theologen können uns hier sicher mit Bibelstellen weiterhelfen… Römerbrief oder so?

    Zu dem Cred-O-Maten kann ich nur sagen, dass man ‘Engel und übernatürliche Kräfte’ nicht mit okkulten Wesen oder Gegenständen gleichstellen kann. Das fand ich ein bisschen platt.
    Man wird gefragt, ob man an die Kraft von Talismanen glauben. Da hab ich also Nein gesagt, weil das im Widerspruch zu meinem Glauben steht. Dass die bloße Existenz einer Geisterwelt aus Engeln und Dämonen damit infrage gestellt wird ist doch Unsinn.
    Wenn wir wüssten/glauben würden, was um uns herum los ist..

  5. michl sagt:

    Hallo Leute,
    Habt erst mal Dank für eure Kommentare.
    @ Konrad, Benjamin, Lorenz: Wenn ich ehrlich bin, kann ich euch nur zustimmen, was den Cred-O-Maten angeht. Viel mehr als ein Gedankenanstoß ist er wohl nicht.
    @ Konrad: Du hast einen wichtigen Hinweis auf das Glaubensbekenntnis gegeben. Auch wenn das Ding schon fast zwei Jahrtausende auf dem Buckel hat, ist es kein bisschen verstaubt.
    @ Melanie: In diesem Zusammenhang sei ein Hinweis erlaubt: ein “Glaubensbekenntnis der ELFK” gibt es nicht. Wir haben nur das “alte Ding” etwas der heutigen Sprache angepasst. Ich verstehe aber, was Du meinst, Melanie, und kann Dir nur zustimmen. Es ist eine ziemlich gute Zusammenfassung des christlichen Glaubens. Kurz und doch ist das Wichtigste drin. Würde gern mal sehen, wie das jemand besser formulieren will. Aber das nur nebenbei.
    @ Konrad: Das Buch “Eragon” habe ich zwar nicht gelesen. Finde aber den Gedanken ziemlich interessant, den Du anführst. In der Tat ist es ja so, dass im Leben ständig neue Glaubenserfahrungen hinzukommen. Ich weiß nicht, ob man so weit gehen kann, dass das “credo” sich verlängert, wie der “wahre Name”. Aber mit jeder Sache, die ich mit meinem Gott erlebe, vertieft sich mein credo. Im Laufe der Jahre wird mein Glaube immer tiefer, mein Heiland Jesus Christus wird mir immer wichtiger. Mir geht es jedenfalls so. Wenngleich ich nicht behaupten will, dass ich niemals Zweifel und Anfechtungen habe.

  6. michl sagt:

    @ Melanie und Lorenz: Interessante Frage, die ihr da aufgeworfen habt. Könnte man sicher ne ganze Menge zu sagen. Hier mal nur kurz: Es gibt nicht hier einen zornigen Gott und da einen gnädigen, liebenden Gott. Es ist ein und derselbe Gott, der Sünder und deren Sünde hasst und sie in die Hölle verstoßen wird. Und genau dieser Gott liebt aber alle Menschen so sehr, dass er seinen Sohn in diese kaputte Welt geschickt hat, um uns aus dem Dreck zu ziehen. Vielleicht kann man das am Kreuz von Golgatha am besten begreifen. Dort am Kreuz wurde Jesus auf grausamste Weise zu Tode gefoltert.
    So groß ist Gottes Zorn über unsere Sünde.
    (Denn Jesus hat ja nicht das geringste Falsch gemacht. Er hängt dort nur wegen uns.)
    An diesem Kreuz hat Jesus gleichzeitig sein Herz für uns ausgeblutet, damit wir nicht an unserer Sünde kaputtgehen.
    So groß ist Gottes Liebe zu uns.
    Man kann nicht sagen, was größer ist: Gottes Zorn oder Gottes Liebe. Christus macht den Unterschied. Hab ich ihn zum Helden und Heiland, gilt mir nur Gottes unendlich große Liebe. Geht mir Jesus am Ar… vorbei, wird mich Gottes Zorn in aller Härte treffen.
    Lorenz hat nach Bibelstellen gefragt
    Hier, bitte:
    So wahr ich lebe, spricht Gott der HERR: Ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern dass der Gottlose umkehre von seinem Wege und lebe. So kehrt nun um von euren bösen Wegen. (Hes 33,11)
    Alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, so dass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist. (Röm 3,23f – Übersetzung: Schlachter 2000)
    So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. (Röm 8,1)
    So jetzt is aber Schluss!

  7. Lorenz sagt:

    Danke für deine Antworten!
    Ich bin grad auf die Stelle gestoßen, die ich konkret meinte. Römer 9, ab Vers 6. Da gehts nämlich um Gottes freie Berufung bzw. die Frage, gegenüber wem Gott eben gnädig liebend und gegenüben wem zornig verdammend handelt. Eigentlich spannend, auch wenn ich das Gefühl nicht loswerde, dass Paulus den Römern (oder eben uns) keine wirkliche Antwort gibt.*
    Toll find ich für solche Stellen die Hoffnung-für-Alle-Übersetzung, weil da die Zitate aus dem alten Testament ziemlich griffig sind und gut verständlich im Zusammenhang zur neutestamentlichen Zeit stehen.

    *Die Frage, die sich mir dabei nämlich stellt ist, woher Paulus die Gewissheit nimmt, dass nicht nur er, sondern auch die römische Gemeinde zu den ‘Auserwählten’ Gottes gehört. (Röm 9,24)
    Vielleicht ist das sehr menschlich gedacht und führt auch an der Stelle zu weit, wir könnten das in einem neuen Thread behandeln, wie der Blogger sagt…

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