… ist doch nur’n Spiel …

Ben

Ich bin der Benjamin Stöhr, 1983 in Greifswald geboren. Studiere in Leipzig Theologie, um in ein paar Jahren als Pastor und Seelsorger fit zu sein. Privat bin ich verheiratet mit meiner lieben Steffi... und seit Oktober 2012 sind wir mit Josias zu dritt - echt goldig ;-> Sonst liebe ich all die schönen Sachen, die Gott uns mitgegeben hat in dieser Welt: Sport, Musik, Kunst, Leute, …

22 Antworten

  1. Tobias sagt:

    Ich hab dazu mal einen vielleicht etwas absurden Gedanken: In Gottes Welt, in der wir leben, legt Gott die Regeln fest (gute Regeln, wenn ich das an dieser Stelle herausstreichen darf). Also ist in unserem Leben Töten Sünde.
    Bei Egoshootern handlet sich um Welten, die die Menschen geschaffen haben. Und wenn der Mensche festlegt, dass in dieser von ihm geschaffenen Welt das Töten fester Bestandteil ist, dann ist es innerhlab des Spiels keine Sünde. Es ist kein von Gott geschaffenes Leben betroffen, solange das Töten in der Tat und in Gedanken im Spiel bleibt.
    Macht das Sinn? Oder ist dieser Gedanke zu simpel und naiv?

  2. Steve sagt:

    Meiner Meinung nach zu simpel, denn das von Gott geschenkte Leben soll ihm zur Ehre dienen. Das heißt wir sind nach Gottes Ebenbild geschaffen komplett mit physischen Körper und Seele (Psyche). Damit gehört die Gedankenwelt ebenso zur Schöpfung Gottes. Ein Ausklammern von Phantasiewelten ist damit also unmöglich – auch wenn’s “keinem” schadet. Durch die Allgegenwart der Sünde ist es genau so unmöglich das “Egoshooter spielen” in einem neutralen Raum zu betrachten. Es kann nämlich auch passieren, dass man durch Egoshooter Gewalt “lernt” oder verharmlost. Denn Jesus macht klar, dass schon der Gedanke Sünde ist, Naja und was Missionsbefehl und Heiligung angeht, da scheint scheinen Egoshooter und Bibel offensichtlich Gegensätze zu sein. Wenn ich also meinen Nächsten lieben soll wie mich selbst, dann käme ich doch nie im Leben auf den Gedanken jemanden zu verletzen oder zu töten (also auch nicht virtuell). Aber im Grunde genommen ist das auch nur ein Zeichen für eine gefallene Welt.Deswegen mal 2 Fragen zum Nachdenken:

    Werden Menschen im Himmel Egoshooter spielen?
    Hätte Jesus Egoshooter gezockt wenn es Sie gegeben hätte?

  3. namenslos sagt:

    Dieses Thema finde ich auch besonders interessant da ich auch davon “betroffen” bin. Und ich finde in den Spielen geht es nicht darum einfach nur sinnlos menschen zu töten …. Ich kann sehr wohl Realität von Virtuellen Welten unterscheiden. Ich spiele ja nur … habe nicht den Spaß am Tod eines anderen der überhaupt nicht existiert! Ob diese Aussage nun Gottes Gedanken sind bezweifle ich ja selbst …

  4. Steve sagt:

    Hallo namenslos, die Sache ist wie immer ziemlich vielschichtig. Es geht in den Spielen ja nicht darum Realität und Virtualität unterscheiden zu können, sondern Aufträge für vermeindlich gute Zwecke zu erfüllen, die total an der Realität vorbeigehen und keinem wirklich nützen. Also nur eine Art Entertainment, die vom wesentlichen ablenkt. Wenn Gottes Primärziel für die Menschheit die Rettung aller Menschen von der gefallenen Welt in in sein Himmelreich ist, dann wird auch unser Auftrag recht schnell klar.

    • Maik Prätzke sagt:

      Ich weiß nicht, ob man sagen kann, dass nur alles, was einen direkten Nutzen hervorbringt (wie Menschen zu Gott zu führen), ihn ehrt und alles andere nicht…
      Was ist etwa mit Entspannung und Erholung? Angenommen jemand geht Joggen, spielt Gitarre oder Fotografiert. Dann hätten wir ja nichts dagegen, oder?! Auch wenn Jesus vielleicht keins dieser drei Dinge gemacht hätte, während seines Erdenlebens. Aber wenn jemand zur Erholung Egoshooter spielt, ist das falsch… Verstehe ich nicht.
      Ich meine, was ist denn mit christlicher Freiheit und so. Alle Schuld ist doch schon auf Golgatha bezahlt. Die, aus egoistischen Motiven Joggen zu gehen, zur eigenen Ehre Gitarre zu spielen, oder zu Fotografieren, um seine Phantasien auszuleben.

      Ich dachte immer, es kommt auf den Glauben an Jesus und das Leben aus dem Glauben an. Da gibt es eben Leute, die Egoshooter spielen mit gutem Gewissen, weil sie wissen, dass es kein reales Töten, sondern nur virtuelles ist… so mehr als Freude darüber Ziele zu treffen…

      • Steve sagt:

        Alles was nicht aus dem Glauben heraus geschieht ist Sünde. Egoshooter zocken und damit gleichzeitig Gott ehren halt ich irgendwie für Gegensätze.Also wieso sollte man virtuell etwas tun, was Gott in Realität als Sünde betrachtet? Ich bin mir da nicht so sicher ob das im Sinne Gottes wäre, wenn man überlegt das ja schon der Gedanke Sünde ist.

        Entspannung und Erholung ist ja etwas, was zum Leben als Menschn zwingend dazu gehört – Egoshooter spielen aber eher nicht. Auch im Vergleich zwichen Egoshooter und Joggen, Gita spielen oder fotografieren. Man kann sich ja auch hier wieder fragen wo das Prinzip “Liebe deinen Nächsten” am besten umgesetzt wird.

        Zum Thema Egoshooter und Entspannung. Auch das sind zwei Gegensätze. Subjektiv erlebte Entspannung bei zocken ist aber keineswegs objektive Entspannung, die dem Körper gut tun würde. Der Grund liegt einfach darin, dass zum Egoshooter spielen ein erhöhtes Aufmerksamkeitslevel erforderlich ist, der Bltdruck erhöht ist und der Körper rein physiologisch unter Stress steht.

        Christliche Freiheit gibt es, aber das ist keine Freiheit mit der man alles rechtfertigen kann.Vornehmlich heißt christliche Freiheit frei von Sünde. Und doch kann man immer und immer wieder sündigen. Man kann ja genauso gut aus der Gnade fallen wenn man nicht mehr bereit ist zur Umkehr. Aber durch Einsicht der Sünde (durch Gesetz) kann Gott dir persönlich vergeben (Evangelium), was du geschenkt bekommst. Das reine Wissen über den “Mechanismus” der Sündenvergebung nützt dir nix, wenn es pure Theorie ist.

  5. Benjamin H. sagt:

    Also, was Steve sagt, kann ich großteilig mitziehen. Nun, es muss ja nicht unbedingt Egoshooter sein, ich glaube sogar, das bei allen Spielen, die am PC/Handy gespielt wird, an einer gewissen Sünde erkannt werden kann. Spätestens bei dem Gedanken an die Zeit, dass man die Zeit fürs PC/Handy-Spielen ebenso einfach mit Menschen verbringen kann und somit die Gemeinschaft mit anderen Menschen fördern kann. Mann muss ja nicht gleich anstelle vom Spielen eine Missionsreise beginnen, aber schon alleine die Zeit mit Nachbarn, Familie oder Freunden, die nahe wohnen und trotzdem nicht oft getroffen werden, verbringen, kann die Nächstenliebe schon deutlicher zum Ausdruck kommen.
    Nun bin ich auch ab und zu der Typ, der sich von der Spielwelt (auch wenns keine Gewaltspiele sind) verleiten lässt, die Zeit nicht sinnvoll zu nutzen. Und ab und zu, wenn dann sogar die Probleme des Spielemediums (PC/Handy) wieder auftreten, dann kommt in mir eher Hass anstatt von Nächstenliebe auf. Nun zum Joggen, usw. Also das ist nun nicht einfach zu sagen, da ich nicht weiß aus welchen Grtünden ihr joggen geht. Ich geh ja auch gern in die Natur (zum Joggen fehlt mir die Zeit) oder durch unser Dörfle und wenn ich alleine irgendwo entlanglaufe, dann mache ich mir nun oft Gedanken. Entgültig kommt es bei mir dann eher zu einer Art Gebet,wo ich entweder feststelle, wie genial die Schöpfung von Gott doch ist, oder im Gegenteil, wie viel wir Menschen schon zerstört haben. Wenn ich dann vom gescheiterten Spielemedium unzufrieden weggehe, dann stelle ich fest, wie sehr wir Menschen doch wieder versuchen, unser eigener Herr zu sein, indem wir versuchen PC und anderen Geräten der Herr zu sein, und da kommen unsere Defizite noch viel mehr zum Vorschein. Nun zurück zum Thema und an unser Vorbild Jesus heran:
    Jesus stand ja mit seinem Vater in “unzertrennbaren” Verbindung (abgesehen von Golgata: Mein Gott warum hast du mich verlassen!), also eine Art Dauergebt. Nun er hat bestimmt an bei jeder Tätigkeit auch sagen können: “Sein Wille geschehe!”
    Können wir das sagen wenn wir vor elektronischen Spielen sitzen?
    Ich kanns nicht, muss ich sagen. Und wenn jmd das besser kann als ich, der solle sich nochmals hier melden.
    Nun zu den anderen Tätigkeiten: Natürlich gibt es überall Fallen vom Teufel, in denen ich mich verfangen kann. Nun aber am Musik spielen und hören kann ich mich doch ebenfalls freuen, was Gott uns für schöne Klänge in die Umwelt gesetzt hat. Und ebenfalls kann ich mit der Musik auch Gott loben. Und ich denke, dass es nicht wahr ist, dass Jesus niemals ein Instrument einfach gespielt hat, muss ja keine Gitarre gewesen sein.
    Nun zum Fotografieren ist das das gleiche Prinzip mit dem Freuen. Außerdem kann man Erlebnisse teilen, und wenn das mal nicht Gemeinschaft und Denken an den Nächsten mit Nächstenliebe pur ist, wenn man dies zum diesem Grund tut, um andere zu erfreuen!

    Soviel ersteinmal dazu!

    Aus “Erfahrung” bin ich meistens nach Gesprächen erholter, als nach einer Runde PC spielen.

    In dem Sinne:

    Carpe diem!!!!

    Mit lieben Grüßen

    Benjamin H.

  6. Maik Prätzke sagt:

    Hey, Moment mal!
    Das Egoshooterspielen macht mich nicht aggressiv, sondern ist entspannend für mich. Ich bin danach auch nicht Hasserfüllt oder so. Ich bin manchmal aggressiver nach einem Fußballspiel.
    Ich töte auch keine Menschen. Ich kann irgendwie nicht sehen, in wie fern „schon der Gedanke, ist Sünde“ zutrifft. Ich gehe ja nicht mal mit Hassgefühlen an den Rechner.
    Wenn wir anfangen zu sagen „nur alles, was absolut nützlich ist, lobt Gott“, dann müssen wir das doch auf alles anwenden. Dann kann ich das ja auch fragen bei einem Spaziergang, beim Duschen oder Einkaufen. Und es sollten schon gar keine Bücher gelesen werden, die nur annähernd Unterhaltungswert haben. Denn Bücher werden nicht selig, sondern Menschen. Die Frage kann ich ja an jedes Hobby stellen: Ist das wirklich nötig?! Ich glaube, da sind wir echt gesetzlich, wenn wir anfangen so zu argumentieren. Geht es doch nicht darum, wie wir vor Gott gerecht werden, sondern wie wir als Christen lesen.

    • Benjamin H. sagt:

      Lieber Maik!
      Inzwischen habe ich nun auch die anderen Artikel gelesen und brauche das nicht nun nocheinmal ausmalen, dass wir es nun doch entscheiden müssen, ob wir damit einverstanden sind.
      (Und ich wollte dir nicht unterstellen, dass dich oder jmd. anderes Egoshooter aggressiv macht. Ich meinte dass allgemein auf die elektronische Welt bezogen, wenn sie an einigen Stellen nicht ganz so funktioniert, wie wir es uns “perfekt” vorstellen.)

  7. ein Alter sagt:

    Hi Maik (und alle anderen), in deinem Beitrag von soeben (30.09.2013 um 15.13) finde ich bisher am besten dargestellt, wie schwierig diese Dinge einzuschätzen sind. Dennoch sollen wir nicht am Leben und seinen Hürden verzweifeln, welche wir nicht verstehen oder überwinden können.
    Leider wird menschliche Logik zu oft über alles gestellt. Daran sind selbst auch viele (wirklich) alten Philosophen gescheitert.
    Schnell kommt man vom Hundertsten ins Tausendste und zerredet die einzig zu klärende Frage: Wie werden wir selig bzw. Was in unserem Leben bringt uns davon weg?
    Eine Sache von vornherein als Sünde zu deklarieren, welche zu Jesu Zeiten nicht existent war und somit keinen Einzug in die Hl. Schrift fand, ist unsinnig.
    Sportarten, welche von vielen Personen heute begeistert gespielt werden und es damals noch nicht gab: Sind die Sünde, auch wenn Sie den Körper überlasten oder zerstören?
    Computer sind eine technische Erfingung des 20. Jh. und weitere Dinge werden folgen…

  8. Steve sagt:

    Hallo Maik,
    wenn Du während des Egoshooter spielen mal Blutdruck und Adrenalinpegel überprüfen lässt dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass dies einer Stresssituation gleich kommt. Wobei das ja auch positiver Stress sein könnte. Du musst das Egoshooter spielen auch nicht rechtfertigen oder verteidigen, sondern schau einfach in der Bibel nach ob Du etwas findest was auf die Situation passt und ob es mit Gottes Willen übereinstimmt. Denn eins ist sicher, das Wort Gottes zu lesen und darin nach Gottes Willen zu suchen ist keine Sünde.

    Der Gedanke geht ja dahin sich eine virtuelle Waffe zu nehmen und Leute abzuknallen. Man denkt sozusagen ans Töten, auch wenn es nur virtuell ist. Um das mal anschaulich zu machen: Menschen die einen Krieg miterleben und nicht gerade Waffen- oder Blutfanatiker sind, denen würden sich die Fußnägel hochrollen bei dem Gedanken so etwas nachzuspielen. Die würden sogar eher nachfragen ob Du weißt was Du da eigentlich tust. Jesus sagt er willuns Frieden geben und nicht eine Kriegsschauplatz auf dem man sich ausprobieren darf. Genauso wird gesagt wenn dich einer schlägt, dann halte auch die andere Wange hin. Da steht nichts von nimm das selbst in die Hand baller rum. Und Gott spricht ebenso die Rache ist mein. Das wären ein paar Indizien dafür, dass Egoshooter und das einüben von gewissen Verhaltensweisen dem Wort Gottes nicht standhalten können. Ich weiß nicht ob man da durch Egoshooter spielen Gott lobt. Ich finde Egoshooter spielen mit Spaziergängen, Duschen oder Einkaufen gehen zu vergleichen ist hier der falsche Weg. Denn zumindest duschen und einkaufen sind notwendig – Egoshooter spielen dann eher weniger. Bei Büchern ist es ja ähnlich – da kommt es auf den Inhalt an. Du kannst Dir alle möglichen Bücher reinziehen, Sachbücher, Bildbände, Okkulte Bücher, einfach alles. Nur was bringt Dir das wenn Du dadurch den Glauben verlierst und Dich vielleicht sogar von Gott entfernst? Und dann ist da noch die Bibel – auch ein Buch. Es heißt forschet in der Schrift, ihr habt das ewige Leben darin. Welches andere Buch kann da noch mithalten? Auch hier ist es sinnvoller in der Bibel zu “schmökern” und dabei Gottes Willen zu erfragen. Im übrigen gibt es da auch ne Menge drin zu entdecken. Achja die Bibel berichtet von einer Gemeinde, wo die Mitglieder all Ihre Zauberbücher und Glücksbringer zusammengetragen haben und dann verbrannt haben – für Gott. Ziemlich beeindruckend find ich. Die Frage an alle Dinge man tut muss GRUNDLEGEND mit Gott besprochen und an seinem Wort geprüft werden. Und daraus ergibt sich dann die Antwort ob es notwendig ist oder nicht. Und wenn Gott den Segen darauf gibt, dann wird es auch gut werden.

  9. ein Alter sagt:

    So viele Menschen es gibt, genauso viele Vorstellungen zu den “Notwendigkeiten” des Lebens gibt es.
    Könnte doch ein jeder sich ein Feld pachten oder kaufen und ein Leben lang eigenes Obst und Gemüse essen (wären da nur nicht die EU-Vorgaben).
    Das würde ebenso genügen, wie ein Feuer neben dem Zelt (wären da nicht die Stadtsatzungen).
    Das gibt dann noch Licht für das Lesen der Bibel.

    Wozu dann noch Kunst oder anderweitige persönliche Erbauung ?
    Man ist eingebaut in ein System von menschgemachten Vorschriften und Bedingungen, die einen manchmal an Grenzen bringen. Und wo sonst als in den eigenen 4 Wänden wird dieses dann ausgeglichen? Im “anonymen” I-net.

    Übrigens: Bücherverbrennung gabs in großem Stil vor gar nicht so langer Zeit schon mal.

  10. Steve sagt:

    Wa willst du denn konkret mit dem letzten Satz sagen oder erreichen? Mir scheint als gehe es dabei nur um das verbreiten eines mulmigen Gefühls und nicht darum ein wirkliches Argument zu bringen.

    Eines stimmt —> Bücherverbrennung = Bücherverbennung

    Aber der Hintergrund der Verbrennung in Ephesus war ein anderer als der im dritten Reich. Im dritten Reich stand eine menschliche Ideologie im Hintergrund, in Ephesus Gott persönlich! Das beides auf eine Ebene zu heben ist absurd. Lies einfach mal Apostelgeschichte 19 Vers 19-20 oder besser gleich den ganzen Abschnitt.

    • Lorenz sagt:

      Amen!
      Großartige Beiträge, Steve, vielen Dank dafür.
      Ich halte es für fruchtbar, die Bibel danach zu befragen, was Gott von uns will bzw. in welcher Weise Jesus uns das ewige Leben darin gibt. Du hattest auf Joh 5,39 angespielt. Jesus spricht dort zu den Juden, die meinten, das ewige Leben in der Schrift zu finden. Und in der Tat, so sagt er, die Schrift bezeugt ihn selbst – Jesus. Doch das war nicht das, was die Juden hören wollten. Genauso wenig gefällt es uns, wenn wir Jesu klares, verbindliches Wort an uns verstehen. “Ich sage euch aber, dass die Menschen Rechenschaft geben müssen am Tage des Gerichts von jedem nichtsnutzigen Wort, das sie geredet haben.” Mt 12,36
      Darum halte ich es für unfruchtbar, danach zu suchen, was die Bibel nicht ge- bzw. verbietet, um unsere Lüste und Gewohnheiten gegen Gottes Willen zu verteidigen. Das passt nicht zu dem neuen Menschen, der wir in und durch Christus sein sollen. Vielmehr sind wir angehalten, Gutes zu, wo wir können. Jakobus mahnt uns sogar, dass es Sünde ist, wenn wir das unterlassen (Jak 4,17).
      Es ist nicht selbstgerecht, das tun zu wollen, was Jesus geboten hat. Es ist vielmehr töricht und todbringend, seine Worte nicht ernst zu nehmen und halb Gott, halb den weltlichen Lüsten dienen zu wollen.
      Und ihr könnt euch selbst ausmalen, was alles in den letzten Punkt reingehört.

  11. Julius Buelow sagt:

    Wollen wir dann einen Regel schreiben? Ok–
    1)Christen können Videospiel spielen
    1a. Maximal 1 bis 1 1/2 Stunde pro Tag
    1b. Keine Shooters, wenn es um Männer umbringen geht
    1c. Monster zu schießen ist ok.
    2)Nicht vergessen, du musst am letzten Tag Jesus eine Rechenschaft geben von jedem nichtsnutziges Videospiel!

    Ok, sieht gut aus. Phew, jetzt können wir eine gute göttliche Leben führen! Check, check. Warte mal…Nah mein Fußball Spiel hat ein bisschen Gewalt manchmal, und die Spieler sind alle reiche ungläubige Leute…vielleicht soll ich auch kein mehr FIFA spielen.

    1d. Auch keine Fußball/Sport Spiele sind erlaubt.

    Jetzt gut…oh boy, die andere Spiele sind vielleicht ok, aber sie sind nicht nutzig, keine Bibelwörter am Schirm…ok überhaupt keine Spiele (Sie sind sicher von sündigen Leute geschafft sowieso).

    3. Keine Videospiele überhaupt (Auch nicht mit Monopoly ersetzen! Es handelt nur um Geldgier!)

    Jetzt kann ich am Ende eine gute Rechenschaft geben! Jeden Tag Leute ständig helfen, Bibel lesen, mit Freunde reden—Jesus wird mich hineinlassen. Op, warte, meine Freunde womit ich rede spielen Shooters! Und sie gucken Filme mit einer geschiedenen Person und ein Kind das seine Mutti nicht zugehört! Nicht nützlich mit einem solchen Person zu reden, sie sind klar nicht für Christenheit geeignet.

    4. Keine TV Shows mit Sünde anschauen
    5. Nicht mit sündige Leute reden.

    Und am Ende, wenn ich alle meine Regeln einhalte, wird Jesus dann glücklich mit meiner Rechenschaft sein? Oder wird er sehen dass ich selbst jeden Sekund beim Bibellesen sünde? Dass jeder Gedanke von meinem Kopt und jede Tat für die Arme tief überzogen mit der Sünde ist, als wenn sie in klebrige sündige Schokolade getaucht ist?

    Die Leute, die diese “Regeln” einhalten, und die Leute, die sie nicht einhalten, haben beide die einzige Hoffnung dass alles was sie tun, ALLES, beide “gute” und “schlechte” Taten, wegen Jesus vergeben werden muss, und vergeben ist.

    So jetzt, in dieser Vergebung gibt es keine a, b, c regeln für alles, nur Liebe. Wenn diese Spiele mit deinem nächsten zu spielen ihn verstoßt, dann entscheide mit Liebe zu ihm was du tun willst. Wenn du ein Spiel spielen kann, mit Danksagung zu Gott für diese Gabe, ohne dein Gewissen zu verstoßen, dann entscheide was du tun willst. Mein Freund Ben hat zwei Personen zum Glaube geführt durch einen online-RPG (mit Computer Gewalt)–Und sie sind jetzt Mitglieder in einer von unseren Gemeinden in Canada!

    “Ob ihr nun esst oder trinkt oder was ihr auch tut, das tut alles zu Gottes Ehre. Erregt keinen Anstoß, weder bei den Juden noch bei den Griechen noch bei der Gemeinde Gottes, so wie auch ich jedermann in allem zu Gefallen lebe und suche nicht, was mir, sondern was vielen dient, damit sie gerettet werden.” – 2 Korintherbrief 10, 31-33

    (Wie immer, bitte mein schlechtes Deutsch entschuldigen (: )

  12. Ben sagt:

    Echt eine spannende Diskussion… was doch in so einer „harmlosen Frage“ über das Spielen von EgoShootern so alles drin steckt….

    Dieses folgende Statement nun, soll nicht ein Schlusspunkt darstellen, aber doch deutlich machen, was wir aus Gottes Wort dazu ableiten können.
    Verschiedene Themen werden offensichtlich von dem Problem berührt. Hauptsächlich, denke ich, sind es zwei:

    1. Die Frage, ob das Auslöschen von Pixeln am Rechner auch tatsächlich Töten ist.
    2. Die Frage, wie ich als Mensch meine anvertraute Zeit sinnvoll – also zur Ehre Gottes – verbringe.

    Versteht mich nicht falsch. Ich selber spiele keine Egoshooter [und auch sonst muss ich echt nachgraben, wann ich das letzte Mal ‚ernsthaft‘ Computer gespielt habe – das ist knapp 10 Jahre her]. Und ich finde auch nur wenig Gefallen daran, Computerspiele zu spielen – mir ist die Zeit dafür echt zu schade.
    ABER: Weil wir kein Gebot haben, was sagt: „Du sollst keine Computerspiele spielen!“ Müssen wir die Sache als größeres Ganzes betrachten:

    Da steht fest, dass alles, was ein Mensch tut – auch das vorbildlichste Leben – vor Gott einen Wert von -0,00 hat, wie Julius schön deutlich gemacht hat! Auch, wenn er alle Computer verbannt, alle Immigranten aufnimmt und vor Nächstenliebe sich zu Tode schindet.
    Allein in Christus steht ein Mensch gerecht vor Gott – ganz unabhängig davon, wie sein früheres Leben ausgesehen hat!! Für diesen ‚neuen‘ Menschen nun (wir könnten ihn auch Christ nennen), gibt es keine Sünde mehr – er lebt ganz für und mit Gott. Ganz gleich, ob er Gitarre spielt, sauber macht, einkauft, in den Urlaub fährt, Bücher liest, mit seiner Frau sich den Freuden der Ehe hingibt, Filme schaut,…, Computer oder Gesellschaftsspiele spielt.
    Er tut alles als Gott-wohlgefälliges Kind. Und als solches wird er fragen, was Gott gefällt!

    (1.) Er muss für sich klären, ob das Auslöschen von Pixeln schon töten ist oder nicht. [Ich würde gern mehr sagen, aber weil es die Bibel nicht tut, kann ich es auch nicht. Ich bin mir nicht sicher ob Mt 5,21f hier tatsächlich zutrifft. Ist das Gegenüber doch überhaupt kein Mensch, sondern reine Fiktion. Bei Matthäus ist aber deutlich vom ‚Bruder‘ die Rede.] Viel dürfte hier entsprechend die Motivation entscheiden: Gehe ich mit dem Gedanken an den Rechner: „Heute bring’ ich mein‘ Alten um, aber weil ich das in der echten Welt nicht darf, mach’ ich es eben am Rechner.“ Oder geht es einfach um das Spaß-haben am Ziele-treffen (bei Lanpartys dem anderen „eins auszuwischen“; Schildkröten von der Kante zu schupsen oder andere Karts von der Bahn zu schieben). [Sonst müssten wir auch Schach, Mensch-ärger-dich-nicht und praktisch jedes Spiel verbieten. Geht es doch normalerweise in Spielen darum zu gewinnen und entsprechend dem anderen zu schaden. Das aber halte ich für deutlich überzogen!]

    Und (2.) wird der Christ sich fragen, ob und wie er die Zeit, die ihm Gott anvertraut hat, so nutzen kann, wie es Gott, dem Mitmenschen und ihm selbst dient. Auch hier können verschiedene Christen zu unterschiedlichen Antworten kommen. Der eine empfindet das Lesen eines Buches, was nicht geistlichen Inhalt hat, als Zeitverschwendung; ein anderer kann dem Spielen eines Instrumentes nichts abgewinnen – empfindet das als vergeudete Zeit. Die Frage ist immer, ob er es [etwas sein Hobby] als Christ macht; er sich also bewusst ist, dass die Zeit, die er auf dieser Erde hat, ihm von Gott anvertraut ist.
    Und ja, Gott wird uns danach fragen, wie wir diese uns anvertraute Lebenszeit genutzt haben. War es zum Bau seines Reiches, ober haben wir sie nur für uns selbst vergeudet?!

    Im Grunde kann ich hier nicht mehr sagen, als: Das muss jeder Christ mit sich und seinem Gewissen klären, ob er das Spielen von EgoShootern (weil es nun mal die gegebene Frage ist) vor Gott verantworten kann oder nicht. Wir leben in der Zeit des Neuen Testamentes, mit allen seinen Schwierigkeiten und Freiheiten. Im alten hätten wir uns darüber sicher keine Gedanken gemacht, weil Gott deutliche Weisungen für das Spielen von Counter-Strike geben hätte.
    Klar steht dabei fest: Schlägt bei jemandem das Gewissen beim Zocken an, ist es in jedem Fall Sünde. Denn es trennt ihn von der Heilsgewissheit, die ihm Christus geschenkt hat. [Vgl. Römer 14,22f]

    In unserer Beurteilung dieser Frage ‚aus dem echten Leben‘ sollten wir auf jeden Fall nicht etwas festschreiben, wenn es Gottes Wort selbst nicht tut. Sonst stellen wir Gesetzte auf und erheben uns gewisser Maßen an Gottes Stelle („und tschüss 1.Gebot“). Wir könnten auch sagen: Wir handeln ‚gesetzlich’.

    Dank Dir auch Julius! Mit Deiner ironischen Art hast Du auf ganz wesentliche Punkte aufmerksam gemacht! Wir können keinen Regelkatalog aufstellen für Christen, den sie befolgen müssen.

    ALS CHRIST IST UNSER MOTOR DAS EVANGELIUM von der Vergebung unserer Schuld, durch das wir Gottes Kinder sind [Rechtfertigung].
    Jedem dieser Gotteskinder stellt sich darum die Frage an die Lebensgestaltung [Heiligung]:
    WIE KANN ICH SO LEBEN, DASS ES GOTT DIENT? DASS ICH MEINEM NÄCHSTEN UND MIR SELBST EIN SEGEN BIN, WEIL ICH AUF DEN WEG ZU GOTT HINWEISE UND ALLES TUE, UM AUF DIESEM WEG ZU BLEIBEN.

  13. Steve sagt:

    Also ich finde ja, dass nur weil etwas nicht explizit als Sünde in der Bibel dargestellt ist, es noch lange nicht so hingestellt werden kann als könne man ohne bedenken da ran gehen.

    Die Freiheit des Christen ist die Freiheit von der Sünde durch Jesus, aber nicht die Freiheit tun und lassen zu können was man so will. Und nur wenn mein Gewissen nicht anschlägt/bzw. anschlägt ist es Sünde oder nicht? Halte ich für zu schwammig. Auch hier sollte man alles der objektiven Meinung Gottes überlassen. Dazu habe ich folgendes gefunden:

    http://www.missionswerk-heukelbach.de/index.php?option=com_docman&task=doc_download&gid=988&Itemid=78

    Viel Spaß beim Anhören.

    • Albi sagt:

      Steve, Du hast recht, es wäre zu schwammig zu sagen: “Nur wenn mein Gewissen nicht anschlägt/bzw. anschlägt ist es Sünde oder nicht.” Ist aber nicht so gesagt worden. Sondern: Wenn Gott etwas in der Bibel nicht vorschreibt oder verbietet, haben wir Freiheit. Diese KANN so missbraucht werden, dass es zur Sünde wird. MUSS sie aber nicht. Deswegen bedeutet gottgegebene Freiheit in den sogenannten “Mitteldingen” immer: Prüf dich selbst, wie du sie auslebst. Aber lass dir nicht von vornherein ein schlechtes Gewissen machen, wenn ein anderer andere Wege geht. Und genauso: Mach anderen kein schlechtes Gewissen, weil sie ihre Freiheit anders leben. Ein guter Weg, um Ärger und Missverständnissen vorzubeugen: Miteinander reden.

      • Steve sagt:

        Nun stellt sich mir die Frage mit was denn Egoshooter zocken damals verglichen werden kann? Ich weiß darauf zumindest keine Antwort. Dennoch bin ich auf ne Stelle gestoßen, die das Thema Freiheit in Christus nochmal verdeutlichen soll.

        Galater 5, 13 (Schlachter 2000):
        Denn ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder; nur macht die Freiheit nicht zu einem Vorwand für das Fleisch, sondern dient einander durch die Liebe.

        Oder hier die Hoffnung für Alle:
        Durch Christus wurde euch die Freiheit geschenkt, liebe Brüder und Schwestern! Das bedeutet aber nicht, dass ihr jetzt tun und lassen könnt, was ihr wollt. Dient vielmehr einander in Liebe.

        Also hier steht, dass man mit der Freiheit in Christus nicht alles rechtfertigen kann, schon gar nicht Dinge die das Fleisch will. Und gleihzeitig wird noch eine Handlungsanweisung gegeben. Wenn ich jetzt danach frage ob Egoshooter spielen dem anderen in Liebe dient, dann kann ich das keines Falls mit Ja beantworten. Die Inhalte des Spiels sind auch nicht gerade “liebevoll” und auch das was man tut kann ich irgendwie gar nicht als Liebe erkennen. Also für mich sind Egoshotter spielen und einander in Liebe dienen 2 grundlegend gegensätzliche Dinge.

        Sorry aber für mich sieht Egoshooter spielen aufgrund der Aussagen von Galater 5, 13 nicht so aus, als wäre es ein Mittelding.

        • Julius Buelow sagt:

          Hello Steve,

          Sorry das es für lange Zeit kein Antwort gab. Ich glaube, aber, das nicht mehr gesagt werden kann dich zu überzeugen oder?

          Dein Citat muss mit dem Kapitelzusammenhang gesehen werden. Es stellt sich gegen dein Argument. V. 1 sagt, “Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!” Willst du dann außer Freiheit wieder das Joch der Knechtschaft auflegen mit einem neuen Gesetz (keine shooters spielen), das nicht in der Bibel ist? Lese verse 1-12 und siehe wie Paulus will das überhaupt nicht! Dann muss man das volle Program durchziehen, wie die frühere Komment mit falschen Regeln gemacht hat.

          Was für Taten will Paulus dass wir nicht machen? Siehe das Text an: “14 Denn das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt, in dem (3.Mose 19,18) **: »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst! 15 Wenn ihr euch aber untereinander beißt und fresst, so seht zu, dass ihr nicht einer vom andern aufgefressen werdet.”

          Christen dienen einander außer Liebe, sie bessen und fressen einander nicht. Meint Paulus wirklich mit bessen und fressen dass wir nicht Shooters spielen sollen außer Nächstenliebe?

          Was kann man nicht mit dieser Freiheit rechtfertigen? Verse 19-21 zeigt was für Begierde Paulus verbietet: “…Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, 20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, 21 Neid, Saufen, Fressen und dergleichen.” Siehst du “Egoshooter spielen” hier als eine sündige Begierde?

          Man kann nicht einfach ein “Ja” “Nein” checkbox machen um zu prüfen was man machen kann. Hamburger essen? Ist das Nächstenliebe? Nope? Ok nicht essen. Überhaupt nicht Nachtisch! Film kucken? Ist es außer Nächstenliebe? Dann nicht kucken. Spazieren gehen? Außer Nächstenliebe? Nja, ich bekomme bessere Laune danach, und dann werde ich vielleicht mit jemandem reden und netter sein, so yeah ok ich kann.

          Man kann sie nicht verbieten wegen dieser Prinzip. Aber es ist supergut dass du danach denkst und es ist super gut zu versuchen immer deinen Nächsten zu lieben. Mach es wie du kannst wann du kannst und folge Albis gute Rat von oben nach:

          Er schrieb—> Wenn Gott etwas in der Bibel nicht vorschreibt oder verbietet, haben wir Freiheit. Diese KANN so missbraucht werden, dass es zur Sünde wird. MUSS sie aber nicht. Deswegen bedeutet gottgegebene Freiheit in den sogenannten “Mitteldingen” immer: Prüf dich selbst, wie du sie auslebst. Aber lass dir nicht von vornherein ein schlechtes Gewissen machen, wenn ein anderer andere Wege geht. Und genauso: Mach anderen kein schlechtes Gewissen, weil sie ihre Freiheit anders leben. Ein guter Weg, um Ärger und Missverständnissen vorzubeugen: Miteinander reden.

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