3 (Gefährliche) Gründe die Bekenntnisschriften zu lesen

Julius Buelow

Julius ist ein dummer Amerikaner, aber er versucht die Bibel zu studieren trotzdem. Er ist 23 Jahre Alt und hat es vor, entweder ein Pastor zu werden oder ein Abendteuer mit Gandalf zu machen, was immer zuerst eintrifft.

2 Antworten

  1. Melanie sagt:

    Hallöchen :) Ich finde deinen beitrag echt gut geschrieben. Da ich von Haus aus Christ bin, sind mir das apostolische und das nizänische Glaubensbekenntnis nicht neu, ich spreche die ja regelmäßig sonntags im Gottesdienst. (Leider oft ohne darüber nachzudenken, einfach aus Gewohnheit :( )
    Was mir aber neu war, ist das Athanasianische Bekenntnis. Das beschreibt ja sehr eindringlich, dass Gott drei Personen in sich vereint.
    Noch nie darüber nachgedacht habe ich allerdings über folgende Stelle:

    >>Gott ist er aus des Vaters Natur vor der Welt geboren, Mensch ist er aus der Mutter Natur in der Welt geboren:
    Ein vollkommener Gott, ein vollkommener Mensch mit vernünftiger Seele und menschlichem Leibe;
    gleich ist er dem Vater nach der Gottheit, kleiner ist er als der Vater, nach der Menschheit;
    und wiewohl er Gott und Mensch ist, so ist er doch nicht zwei, sondern Ein Christus,
    Einer, nicht, daß die Gottheit in die Menschheit verwandelt sei, sondern die Gottheit hat die Menschheit an sich genommen.<<

    Also gibt es doch eine "Spaltung" zwischen Jesus als Gott und Jesus als Mensch? Und wie war das dann in der Realität – konnte Jeus seine Gottheit "abschalten" oder ignorieren, wenn er sie gerade nicht gebraucht hat? Sonst hätte er ja nicht sterben können. Oder was hat er am Kreuz mit seinem Schrei gemeint "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen"? War er dann kurzzeotig nur Mensch, um sterben zu können?
    Und: was ist dann mit dem Mensch passiert, wenn er nicht verwest ist? Immerhin ist Jesus wieder auferstanden, sah aber ja dann anders aus, sodass seine Jünger ihn nicht einmal erkannt haben.
    Ich glaube daran felsenfest, aber so für Außenstehende klingt das doch eher nach Hulk oder Scincefiction, oder nicht?

  2. Julius Buelow sagt:

    Danke Melanie für deinen Kommentar!

    Das Athanasianische Bekenntnis kann immer auch mein Kopf weh tun. Ich bin froh das ich nicht eine ausführliche Verteidigung oder Erklärung der Dreieinigkeit schreiben muss!

    Die sind gute Fragen, und ich weiss nicht wenn wir sie zufriedenstellen antworten können. Martin Chemnitz´s versuch ist 542 Seiten lang! http://www.amazon.com/Chemnitzs-Works-Natures-Christ-ebook/dp/B002Y3KPME :)

    Das Athanasianische Bekenntnis macht deutlich dass auch wenn Jesus beide Gott und Mensch ist, ist er doch einer. So Spaltung ist eine starke Wort, aber in dieser geheimnissvollen Union hatte Jesus die Fähigkeit, seine Gottheit zu “abschalten” wie du gesagt hast, daß heißt, er musste nicht immer gemäß seiner Gottheit handeln.

    Ich verstehe es so, dass wie ich entscheiden kann, eine Faust zu machen oder nicht, könnte Jesus genauso entscheiden einen Berg zu bewegen oder nicht. Wenn ich eine Faust mache, nutze ich mein Hand, aber ich sage dafür nicht, “Julius hat es nicht gemacht, sondern sein Hand.” Wenn Jesus eine Wunder tat, sagte die Bibel nicht, “Nur seine Gottheit hat eine Wunder getan”, sondern “Jesus tat ein Wunder.”

    Man kann recht sagen dass Jesus, als beide Mensch und Gott, gekreuzigt wurde. 1 Kor. 2,8 sagt, “… so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt.” Sonst wäre seine Erlösung nicht genug, aber weil wir mit Gottes Blut erlöst wurden, sind unsere Schulden gelöscht (Apg. 20,28) Aber ich finde es auch schwierig zu verstehen dass Jesus verlassen von Gott war. Wir haben mindestens einen Blick auf Jesus Schmerz und die Strafe Gottes als er die Sünder der Welt getragt hat.

    Ja irgendwie ist der Mensch unverwest in der Grabe behalten, wie Ps 16,10 oder Apg. 2,27 sagt. Der gleiche “erniedrigte” Gottmensch ist auferstanden, aber bei der Auferstehung wurde seinen Körper dann verherrlicht, oder erhöht, sozusagen vgl. Phil 2, 5-11. Nach der Auferstehung legte er seine Knechtgestalt zur Seite und handelte nach seinem erhöhten Körper (sah anders aus, läufte durch die Tür, verschwand). Das heißt, er handelt nicht mehr als erniedrigte Mensch, der manchmal seine Gotteskraft nutzt, sondern handelt in perfektem Einklang mit beider Naturen als Jesus, Gott und Mensch und Herrscher der Welt.

    Warum ist das wichtig? Weil es bedeutet dass der ganze Jesus, Mensch und Gott, Körper und Geist, gegenwärtig ist bei Abendmahl, gegeben für uns.

    Ich hoffe dass ich nichts falsch hier gesagt habe! Schwieriges Thema aber spannend und trostvoll. Es kann ein bisschen “Hulk-isch” klingen :) Vergiss nicht, wenn Bruce Banner wütend ist, wird er zum Hulk. Aber wenn der Hulk wütend ist, wird er zu Chuck Norris.

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