SEX vor der EHE!?

Ben

Ich bin der Benjamin Stöhr, 1983 in Greifswald geboren. Studiere in Leipzig Theologie, um in ein paar Jahren als Pastor und Seelsorger fit zu sein. Privat bin ich verheiratet mit meiner lieben Steffi... und seit Oktober 2012 sind wir mit Josias zu dritt - echt goldig ;-> Sonst liebe ich all die schönen Sachen, die Gott uns mitgegeben hat in dieser Welt: Sport, Musik, Kunst, Leute, …

9 Antworten

  1. Albrecht sagt:

    Ben, ich freu mich auf Deine im Kopf befindlichen Gedanken. Das Thema begegnet jedem Christen früher oder später. Ich denke, eine bedeutende Rolle spielt da die Frage: “Gehört Sex nicht mit zu einer ordentlichen Beziehung dazu?!” Was machste, wenn das einer von den beiden (nicht) so sieht…

  2. Springbrunnen sagt:

    Möchte auch gern was zu dem Thema sagen: Ich wäre so jemand der sich Intimität erst in der Ehe gewünscht hätte. Mein Gegenüber hat es nicht so gesehen und er ist ja der Mann und er hat auch deutlich gemacht was das heißt. Die Frau muss sich unterordnen. Da kann ich nur sagen, dumm gelaufen, wenn man da drauf rein fällt und dann dadurch unfähig wird für jede andre Beziehung.

  3. Springbrunnen sagt:

    Und dabei muss es noch nicht einmal bis zum äußersten gehen.

  4. Ben sagt:

    Ich glaube Springbrunnen,
    Du machst auf einen ganz wesentlichen Punkt bei dem Thema aufmerksam: Geschieht Sexualität nicht innerhalb von gewissen Grenzen, wird nachhaltiger Schaden angerichtet! Und der Weg in neue Beziehungen wird deutlich erschwert.

    Deshalb auch der Bezug zu Albi, Deiner Frage: Ob Sex nicht zu einer ordentlichen Beziehung dazu gehört?!
    Nach der Geschichte von Springbrunnen, würde ich sogar sagen: Am Umgang mit Sexualität zeigt sich, ob es eine “ordentliche” Beziehung ist. In der das Gegenüber respektiert wird und nicht jeder denkt “Hauptsache ich”. Ein guter Prüfstein dürfte da sein, wie ich bei normalen „Alltagsthemen“ mit einander umgehe. Wenn da schon gilt, um jeden Preis mit dem eigenen „Arsch an die Wand zu kommen“ und nicht wichtig ist, wie es dem Gegenüber geht, wird es im Bett kaum anders sein.

    Grundfrage dürfte sein: Will ich den anderen glücklich machen oder geht es mir nur “um mich”?!
    Will ich den anderen glücklich machen, werden sich auch Wege finden, damit umzugehen, wenn Sex für einen Partner mehr Gewicht hat als für den anderen. In einer Beziehung habe ich doch ständig mit unterschiedlichen Meinungen und Vorlieben zu tun! Da muss ich mit meinem Partner kommunizieren können – auch schon vor der Ehe!

  5. Sonnenblume sagt:

    Interessant zu lesen. Ich denke, die Entscheidung Sex vor der Ehe?! hat auch viel mit dem Ansehen der Ehe zu tun. Heut zu Tage ist die Ehe leider oft nur noch sinnvoll, dami8t man dann bei einer Trennung/ Scheidung einen Teil vom Vermögen bekommt, den Partner zu Zahlungen verpflichten oder die gemeinsam gekauften Dinge gerecht aufgeteilt werden. Ehe wird nicht mehr als Beweis wahrer Liebe, lebenslang mit dem Partner verbunden zu sein, gesehen, sondern als Steuervergünstigung. Und die Hochzeit nur noch eine wunderschöne Feier mit tollem Kleid, um sich einmal im Leben wie eine Prinzessin zu fühlen (Zumindest von einigen). Und es wird einem auf dem Standesamt empfohlen, unbedingt einen Ehevertrag zu machen – als wäre die Scheidung schon bei der Eheschließung vorprogrammiert.
    Für mich ist die Ehe aber ein Bund für das ganze Leben und darüber hinaus. Wenn ich einmal heirate, dann “bis dass der Tod uns scheidet” und nicht der Scheidungsbeamte.
    Wenn also die Ehe für mich so eine ghroße Bedeutung hat, dann soll auch nur der Mann, der dann mein zukünftiger Ehemann ist, den größten Beweis, also Sex als die Vervollkommnung der Liebe bekommen. Nur mit ihm will ich “ein Fleisch sein”. Diesen Liebesbeweis soll kein Mann vor ihm bekommen.
    Und klar kann es passieren, dass ich mir sicher bin: diesen Mann heirate ich. Warum also nicht schon vor der Ehe miteinander schlafen? Aber die Unsicherheit bleibt bestehen, solange man nicht verheiratet ist. Vielleicht geht er fremd. Vielleicht trennen uns die Umstände. Vielleicht liebe ich ihn nicht, sondern trage noch eine rosarote Brille. Oder wir sind uns beide nicht sicher. Vielleicht möchte ich ihm zeigen, wie ernst es mir mit ihm ist: “Ich liebe dich und will mit dir schlafen. Aber ich will nur meinem Ehemann dieses Recht zugestehen.. Aus Liebe zu dir hebe ich mich also für unsere Ehe auf, damit du weist, wie sehr ich dich liebe”
    — Übrigens ist das auch eine hormonelle Sache: Beim Geschlechtsverkehr wird bombastisch viel Oxytocin ausgeschüttet: ein Hormon, das sonst nur Ausgeschüttet wird, wenn eine Mutter ihr Kind stillt. Es ist also das Bindungshormon schlechthin – und der Sex verbindet zwei Menschen fast so stark wie eine Mutter mit ihrem Kind. Und wenn man dieses Hormon schon bei einem vorherigen Partner ausgeschüttet wurde, bleiben auch nach einer Trennung Gefühle für diesen Partner- ob man will oder nicht. Und zwischen einem selbst und dem neuen Partner ist die Beziehung eben doch nicht die selbe…

  6. Ben sagt:

    Da ist richtig viel dran! Die Bindung, die beim Sex mit einander entsteht, ist tatsächlich enorm. Da hat Gott sich schon echt was einfallen lassen!
    Aber das alles ist ja die menschliche Perspektive – auch, wenn da viele echt gute und wahre Gründe dabei sind…

    Um das Thema aus Gottes Blick – und damit dem echten Maßstab – zu sehen, stellt sich noch die Frage: Was würdet ihr jemandem sagen, der Euch fragt, was unser Schöpfer durch die Bibel zu “Sex vor der Ehe” meint?!

  7. ein Alter sagt:

    Hi,
    würdet ihr bitte mal “Sex” und “Intimität” im Sinne dieser Diskussion definieren? Sonst könnte man über alles Mögliche in alle Richtungen immer wieder gegenteilige Aussagen finden. Hierzu meine Fragen:

    1. Ist Knutschen Sex? Darf man oder darf man nicht? und wenn ja, WIE?
    2. Wenn man sich kennenlernt, kommt man sich auch näher. Sind zärtliche Berührungen (ohne Austausch von Körperflüssigkeiten) Sex?
    3. Was ist mit Masturbation (ohne Zuschauer)?
    4. Wie definiert die Bibel Sex im Sinne der Diskussion? Welche Rolle spielt hier der “Kopf” (alter Adam) bzw. wie rational kann man derartige Gedanken überhaupt “im Griff haben”?
    5. Wie “darf” man seinen Partner kennenlernen? bzw. wie geht “bibelkonformes Flirten”?
    7. und wenn ich Ko-Tropfen unbewusst erhalte und ich nichts mitbekomme??

    Ich habe jetzt extra bissel provokativ gefragt, damit die Diskussion etwas Fahrt bekommt.
    So, und jetzt los!

  8. bibelsurfer sagt:

    Hey Alter,
    sind ja echt harte Fragen, die du da zum Thema Sex und Intimität gesammelt hast… also wenn ich dich richtig verstehe willst eine Definition zum “bibelkonformen” Umgang mit (der eigenen) Sexualitiät?
    Versteh mich nicht falsch – ich find deine Fragen richtig gut und wichtig. Ich hab auch nicht auf alles eine Antwort parat…aber ich bin fest davon überzeugt, dass Jesus weiß, was für uns gut ist. Klar möchte auch ich gern wissen, was in Gottes Augen okey ist in Sachen Sex und was nicht. Aber ich hab in der Bibel bisher vergeblich nach Stellen gesucht wie “Küssen ist schon erlaubt – aber nur ohne Zunge” – oder: “Selbstbefriedigung ja, aber bitte allein und dabei keine Pornos reinziehen!”

    Meine Frage: Wie sieht wirkliche “Reinheit” im Sinne des Erfinders aus? Vielleicht sind die Bibelstellen hier kein so schlechter Start zum Weiterdenken:

    An die Christen in Ephesus schreibt der Apostel Paulus im ersten Jahrhundert: “Auf sexuelle Unmoral und Schamlosigkeit jeder Art, aber auch auf Habgier (oder: unersättliche sexuelle Begierde) sollt ihr euch nicht einmal mit Worten einlassen, denn es gehört sich nicht für Gottes heiliges Volk, sich mit solchen Dingen zu beschäftigen.” (Kapitel 5,2) Es gibt also Dinge, die “passen” irgendwie nicht zusammen mit dem, was der Erfinder der genialen Zweisamkeit von Adam und Eva sich für uns ausgedacht hat.

    Dagegen sagt der gleiche Experte in Sachen Sexualberatung: “Und noch etwas, Geschwister: Richtet eure Gedanken ganz auf die Dinge, die wahr und achtenswert, gerecht, rein und unanstößig sind und allgemeine Zustimmung verdienen; beschäftigt euch mit dem, was vorbildlich ist und zu Recht gelobt wird.” (Philiper 4,8)

    Was wäre deiner Meinung nach in den von dir beschriebenen Situationen nicht egoistisch, sondern “richtig… achtenswert… rein… lobenswert…” – in den Augen von Jesus?

    Mich tröstet übrigens, was der gleiche Experte auch noch schreibt – und zwar an Christen im alten Korinth, deren Umfeld wahrscheinlich nicht soviel anders war als unser heutiges und die vielleicht ganz ähnliche Probleme hatten wie wir: “Auch ihr gehörtet zu denen, die so leben und sich so verhalten – zumindest einige von euch. Aber das ist Vergangenheit. Ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid von aller Schuld freigesprochen, und zwar durch den Namen von Jesus Christus, dem Herrn, und durch den Geist unseres Gottes.” (Erster Korinther 6,9-11)

  9. Ben sagt:

    Hey.. gute Gedanken allseits!
    Momentan geht es ja ein bisschen mehr in die Richtung: WIE WEIT KANN UND DARF ICH VOR DER EHE GEHEN?
    Dazu ein paar lose Gedanken von mir:

    Ein Grundlegendes “Problem” liegt glaube ich darin, das uns durch Jesus Vergebung sehr viel Freiheit gegeben ist – (manchmal mehr, als wir gerne hätten). Schließlich sind wir durch Jesu Versöhnung am Kreuz ja schon zu Gottes Kindern geworden. Dort hat er schon all meine Schuld – auch die im Rahmen der Sexualität – bezahlt!
    Um den Spieß umzudrehen: Ist jemand außerhalb von Christus (ohne Vertrauen in seine Vergebung), macht ihn das nicht gerechter vor Gott, wenn er sich bemüht so sauber wie möglich (auch in “Bettfragen”) zu leben. Oder um es mit den Worten von Paulus zu sagen: “Was nicht im Glauben geschieht, ist Sünde.” (Römerbrief 14,23).

    DIE BIBLISCHE GRENZE ist deutlich gezogen.
    Sie ist definitiv überschritten, wenn ich leiblich “eins” geworden bin mit meinem Gegenüber! (Vgl. 1 Korintherbrief 6,15ff).
    Aber ich gebe Euch recht: Bis dahin kann es ein weiter Weg sein!
    Schauen wir uns also die ganze Frage der Sexualität als Gottes Kind an, müssen wir festhalten: WIR SIND sehr oft AN UNSER GEWISSEN GEWIESEN! Fängt das eine große Debatte in meinem Kopf an, ob das noch richtig ist oder nicht, sollte ich mich schon fragen, ob das noch gut und gottgefällig ist.

    Ein paar “Faustfragen” in Sachen “Wie weit kann ich gehen?”, fanden ich und meine Frau früher hilfreich:

    EINS:
    Könnten wir uns noch in die Augen sehen, selbst wenn unsere Beziehung zerbricht oder würden wir rote Ohren bekommen, weil ich viel mehr von mir Preis gegeben habe, als ich jemals vor der Ehe gewollt habe?!
    ZWEI:
    Könnte jederzeit jemand reinkommen und wir könnten gut vertreten, was wir tun? Oder würden wir uns eher schamhaft am Kopf kratzen?!

    Soweit mal von mir…
    Habt Ihr noch weitere “Fausttipps” in der Frage, wie weit man gehen kann, dann gern her damit…

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