Lieber festes Haus, statt Dauercampen!

Ben

Ich bin der Benjamin Stöhr, 1983 in Greifswald geboren. Studiere in Leipzig Theologie, um in ein paar Jahren als Pastor und Seelsorger fit zu sein. Privat bin ich verheiratet mit meiner lieben Steffi... und seit Oktober 2012 sind wir mit Josias zu dritt - echt goldig ;-> Sonst liebe ich all die schönen Sachen, die Gott uns mitgegeben hat in dieser Welt: Sport, Musik, Kunst, Leute, …

4 Antworten

  1. Springbrunnen sagt:

    Ich habe oft keine Kraft mehr zum Leben. Oft wünschte ich ich wäre schon daheim. Bei Gott in der bleibenden Stadt. Dort wo es keine Sünde mehr gibt. Keine Krankheit. Keine Unversöhnlichkeit. Niemanden mehr der einen nur benutzt und dann entsorgt.
    Ich freue mich darauf, eines Tages bei Gott sein zu dürfen! Doch wie überstehe ich die Zeit, bis es soweit ist? Jeder Tag ist eine Last. Immer und überall Sünde. Manchmal fragt man sich, wie lang das alles noch gut geht. Wie kann man in dieser Welt bis ans Ende bestehen?

    • Ben sagt:

      Hallo Springbrunnen,
      ich habe mal einen Kommentar zu Deiner Frage geschrieben. Du findest ihn auf totalunegal direkt unter Deinen Zeilen.
      Feine Grüße,
      der Ben

  2. Ben sagt:

    Hey, das ist echt eine gute Frage: Wie komme ich bis zum Ende?
    Du schreibst von Deinen Sorgen recht allgemein – was ich gut verstehen kann. Von daher ist es andererseits eher schwierig, konkrete Antworten zu geben.
    Doch ich schicke Dir mal eine Reihe von Bibelstellen, Zitaten und Gedanken, die mir immer wieder geholfen haben, wenn ich „echt keinen Bock mehr“ auf den ganzen „Mist“ hier hatte:

    – „Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohl machen.“ (Ps 37,5) – oder dasselbe als Liedstrophe: „Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann!“ (Liedstrophe von Paul Gerhardt. Die weiteren Strophen sind auch sehr tröstlich – findest Du z.B. hier: http://www.musicanet.org/robokopp/Lieder/befiehld.html)

    – Jesus sagt: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“ (Mt 11,28f)
    – „Herr, du kennst all mein Begehren, und mein Seufzen ist dir nicht verborgen.“ (Ps 38,10)
    – „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (1 Petr 5,7)
    – „Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch.“ (Ps 68,20) Anders gesagt: Das Glauben und Wissen: „Alles, was an mich herantritt, muss zuerst an meinem Heiland vorüber.“
    – „Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.“ (Mt 28,18)
    – „Abba, mein Vater, alles ist dir möglich; nimm diesen Kelch von mir; doch nicht, was ich will, sondern was du willst!“ (Mk 14,36)

    Gott kann Deine Lage im Handumdrehen ändern. Tut er es nicht, ist es Liebe. Denn es gilt: „Geschieht nicht das, was wir wollen, so geschieht, das, was besser für uns ist!“
    – „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.“ (Röm 8,28)
    – Jesus spricht: „Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, die Sünder zur Buße zu rufen und nicht die Gerechten.“ (Lk 5,31f)
    – „Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“ (Röm 8,38f)
    – Nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat […]: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“ (Jes 43,1)
    – „Gott ist treu, der euch nicht versuchen lässt über eure Kraft, sondern macht, dass die Versuchung so ein Ende nimmt, dass ihr’s ertragen könnt.“ (1 Kor 10,13)

    Das alles sagt Gott, der die ganze Welt geschaffen hat und in den Händen hält, der alle Macht hat!
    (Ergreifend ist da auch die Geschichte mit Elia und dem Engelsheer, das Gott zum Schutz Samarias aufbietet: 2. Könige 6,8ff)
    Soweit mal eine kleine Sammlung… Das sind Worte, durch die mich Gott immer wieder getragen und getröstet hat.
    Ach, und dem weltberühmten Christen Paulus ging es übrigens auch so, dass er lebenssatt war. Er schreibt in Philipper 1,23, dass er „Lust hat, aus der Welt zu scheiden“, also bei Gott im Himmel zu sein. Du bist also mit Deinen Gedanken und Deiner Sehnsucht nach dem Himmel gar nicht so allein, wie Du vielleicht vermuten könntest.
    Soweit mal rasche Gedanken von meiner Seite dazu. Hoffe, dass das Dir ein bisschen weiter hilft, den Mut nicht sinken zu lassen, sondern es Dich immer näher zu Deinem Retter Jesus bringt. Das möchte er ja mit allem erreichen, was er uns zustoßen lässt: Uns näher zu sich ziehen. Und augenscheinlich macht er genau das mit Dir gerade.

    Vielleicht macht Dir aber auch ein ganz konkretes Problem das Leben dunkel? Dann lass Dich nicht ENT- sondern ERmutigen: Rede und bete mit einem Mitchristen, dem Du vertraust, darüber. Geh zu Deinem Pfarrer, Deinem Seelsorger, wenn Du einen „zur Hand“ hast. Denn dazu hat uns Gott Mitchristen gegeben: „Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit.“ (Kol 3,16) – dazu gehört natürlich auch das gegenseitige Trösten, Mutmachen, Helfen.
    An einer Stelle heißt es: „Einer trage des anderen Last“ (Gal 5,2). Dazu hat uns Jesus die Christenfamilie gegeben. Und wenn es der Tipp eines Mitchristen ist, an welche geeignete Stelle Du Dich mit dem speziellen Problem wenden und weitere Hilfe bekommen kannst…

    Und: Gemeinsam die Hände für eine Sache zu falten, hat auch eine besonders schöne Verheißung: „Wenn zwei unter euch eins werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt 18,19f). Jesus steht zu diesem Versprechen.

    Wenn Dir das am liebsten ist, kannst Du Dich gern auch weiter an uns von totalunegal.de wenden – dann „reden“ wir per privater E-Mail oder Telefon weiter und in aller Ruhe. Ganz wie Du willst.

    Eins darfst Du ganz sicher wissen: Gott hat Dich nicht vergessen. Er sieht und kennt Deine Not, Deine Sehnsucht nach dem Himmel. Dass er trotzdem zurzeit sagt „Noch nicht, hab Geduld!“, und Dir schwere Tage zu tragen gibt, hat einen guten Zweck. Darum wird er Dir auch die Kraft zum Im-Glauben-Durchhalten geben. Das hat er versprochen.
    Du darfst darauf vertrauen – und bist nicht allein. Du hast Deinen Heiland jede Sekunde bei Dir – und Glaubensgeschwister auf der ganzen Welt.

    Herzliche Grüße, der Ben

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